Was befindet sich außerhalb des Universums?

Die Fragen nach dem Woher und Wohin sowie was ‚da draußen‘ wohl so ist, beschäftigt die Menschen seit sie zum Himmel gucken und denken können. Theorien gibt es inzwischen viele, doch immer wieder, wenn die Wissenschaft meint etwas zu wissen, tauchen Ungereimtheiten auf und schlussendlich lässt sich weder der Ursprung des Alls noch dessen Ausdehnung so wirklich berechnen oder nachweisen.

Astronaut im Weltall
Astronaut im Weltall – © Sergey Nivens / Shutterstock.com

Der aktuelle Stand der Wissenschaft

Momentan geht die anerkannte Naturwissenschaft zwar immer noch vom Urknall-Modell aus, das wackelt jedoch immer mehr. Die Urknall-These meint zu wissen, dass sich das ganze Universum von einem einzigen winzigen Punkt heraus durch eine Art Explosion entwickelt hat. Doch wie diese Explosion genau aussah und welche Kraft sie in Gang setzte ist ebenso nicht nachvollziehbar wie eine genauere Rekonstruktion des Prozesses. Alle bisher bekannten physikalischen Größen und Modelle versagen beim Versuch, den Anfangspunkt zu beschreiben und genau so ist es aus mit der Ausdehnung. Anhand der Verschiebungen von Lichtfrequenzen auf lange Entfernungen, der so genannten Rotlichtverschiebung, wurde festgestellt, dass sich weit von unserer Milchstraße entfernte Galaxien in rasantem Tempo von uns weg bewegen. Dies führte zu der Annahme, dass das Universum seit seiner Entstehung immer weiter auseinander driftet. Tatsächlich verhält es sich nahe unserer Galaxie aber ganz anders: die uns nächst gelegene Galaxie „Andromeda” bewegt sich auf die Milchstraße zu und wird vermutlich eines fernen Tages mit ihr verschmelzen. Die beiden „Magellanschen Wolken”, ebenfalls nahe Galaxien, umkreisen die Milchstraße dagegen wie Satelliten.

Die Unberechenbarkeit des Weltalls

Befasst man sich näher mit der Materie muss man selbst oder gerade als Laie bald darauf kommen, dass niemand eigentlich etwas genaues weiß. Die Beweisbarkeit und Berechenbarkeit des Weltalls beschränkt sich immer wieder nur auf Teilabschnitte, in denen Formeln Sinn ergeben und Gleichungen aufgehen. Vermutlich versucht die anerkannte Naturwissenschaft auch heute noch mit einer Art Doktorköfferchen Dingen auf die Spur zu kommen für die es ganz andere Gerätschaften und vor allem Denk- oder Fassungsvermögen bräuchte. Bedenken wir an dieser Stelle auch besser mal, dass gemessen am angenommenen Gesamtalter des uns bekannten Alls, die Zeiten in denen Menschen Angst hatten am Horizont von der Erde zu plumpsen immerhin nur einen Augenblick oder sogar weniger zurück liegen! Selbst der geniale Einstein konnte nur einen Teil des Universums beschreiben und auch viele seiner Thesen sind bis heute unbestätigt geblieben. Zu Einsteins Zeiten wurde noch von einem festen statischen Universum ausgegangen, er formulierte die Raum-Zeit, die drei Dimensionen plus die Zeit und meinte, Sterne hätten darin einen festen Platz und es müsste alles im Grunde aus festen, verlässlich berechenbaren Größen aufgebaut sein. Die Quantenphysik, die Einstein Zeit seines Lebens, ablehnte konnte das Weltbild der Wissenschaftler etwas mehr füllen, doch was am Ende des Universums oder gar am Anfang zu finden ist und war, das verrät auch sie uns bis heute kaum. führte ein Stück näher zu . Immerhin machte die Quantenphysik das Weltbild schon etwas beweglicher, aber auch unberechenbarer. Noch immer scheint es in diesem Universum Größen und Kräfte zu geben, die der Naturwissenschaft einfach nicht bekannt sind.

Das Licht und die Quantenphysik

Albert Einstein definierte als Teil seiner Relativitätstheorie das Licht als die einzige konstante Größe im All, alle anderen wie Zeit und Raum verhielten sich je nach Standpunkt des Betrachter relativ zueinander. Die Quantenphysik fand dann etwas später heraus, dass sich die Lichtquanten, etwas genauer betrachtet aber auch sehr widersprüchlich verhielten. Legte man ihren aktuellen Standort genau fest, verschwand die Bestimmbarkeit des Impulses also quasi des Ortes, von dem sie ausgesandt wurden. Versuchte man die andere Größe zu fixieren verschwand die Genauigkeit des Standortes. Fazit war, dass sich Lichtquanten an mehreren Orten und vermutlich Zeiten gleichzeitig aufhalten können und eventuell sogar in Dimensionen, die uns bisher nicht bekannt sind. Ganz ähnlich verhält es sich schlussendlich auch mit dem Licht. So ging man früher davon aus, dass Licht sich in geradlinigen Strahlen ausbreite. Dann fand man heraus, dass auch das Licht sich je nach Betrachtungsart als Welle oder Teilchen zeigen kann. Das alles weißt immer mehr auf ein Universum hin, dass alles andere als eine statische Form besitzt, sondern viel mehr auf eines dass Beweglich und Wandelbar ist beziehungsweise sich dem Betrachter und Forscher auf eine sehr individuelle Weise zeigt.

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Stringtheorie und die 12 Dimensionen des Burkhard Heim

Bevor wir zu einigen interessanten Thesen kommen, was denn nun am Rande des Universums sei und ob es ein Ende überhaupt gibt, können zwei weitere interessante physikalische Modelle helfen, sich das vorzustellen. Das Problem bei der Berechnung und Beschreibung des Universums scheint tatsächlich die Beschränktheit der bisher angewandten Größen zu sein. Unsere dreidimensionale Welt besteht aus Länge x Breite x Höhe plus der Zeit. Die so genannte Stringtheorie besagt, dass das ganze All eigentlich aus eindimensionalen Fäden (= engl. Strings) gewebt sei. Diese Fäden bilden in unterschiedlichen Frequenzen schwingend Raum und Materie bilden. Um den mathematisch Sinn zu geben, geht die Stringtheorie von sechs zusätzlichen Dimensionen aus, die quasi in der Raum-Zeit (den bisher bekannten 3 Dimensionen plus der Zeit) aufgerollt seien. Das mutet dem einfach geprägten Hirn anfangs vielleicht seltsam an aber mit etwas Phantasie kann man sich das vorstellen. Noch weiter ging dann der durch einen Unfall nahezu blinde und schwerhörige Physiker Burkhard Heim. Er formulierte gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts eine Weltvorstellung mit insgesamt 12 Dimensionen. Er war so mutig Gott ins wissenschaftliche Spiel zu bringen und schlug nach Jahrhunderten der Trennung wieder die Brücke zwischen Religion und Wissenschaft. Natürlich traf das auf wenig Begeisterung der anerkannten Naturwissenschaft, wobei man bedenken muss dass selbst der gute Einstein schon zugab, dass etliche mathematischen Rätsel lösbar wären, ginge man von 10 bis 12 Dimensionen aus und er selbst ein großer Mystiker gewesen ist.

Wo driftet es denn nun hin das All?

Wahrscheinlich wundert es an dieser Stelle niemanden mehr: eigentlich weiß das keiner. Bis heute nicht. Weder, wo es denn hin will, das Universum, noch, was es genau vorhat. Selbst die These des Auseinanderdriftens ist, wie bereits angedeutet, nur eine Vermutung. Teilberechnungen ergeben bei dieser wie vielen anderen Modellen einen Sinn, anderes dagegen mag so gar nicht passen, ebenso wie bei der Urknalltheorie. Interessant ist zwar, dass sich die String-Theorie mit der Urknall-Theorie vereinbaren lässt. Tatsächlich zeigten Simulationen der Zeit nach dem Großen Knall, dass damals genau so etwas wie eindimensionale Fäden als Grundsubstanz vorhanden gewesen sein muss. Nur ergaben sich bei weiteren Berechnungen folgende Probleme: die Wissenschaftler der Urknalltheorie kommen mit ihren Berechnungen und Simulationen auf ein ungefähres Alter unseres Universums von 8 – 12 Milliarden Jahren. Astronomen bescheinigen den ältesten bisher bekannten Sterne jedoch schon ein stolzes Alter von ca. 14 Milliarden Jahren und wieder will etwas nicht so ganz passen. Es scheint ganz so, als sei das All eben nicht einheitlich strukturiert und habe womöglich weder ein einheitliches Zentrum noch überhaupt eine einheitliche Funktionsweise oder gar einen Raum, in dem es sich ausdehnt. Viel mehr sieht es aus, als verhielten sich physikalische Größen an verschiedenen Stellen unterschiedlich und wieder wandelt sich die Erscheinungsweise mit dem Auge und durch den Blickwinkel des Betrachters.

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Alles scheint immer in Bewegung

Die Quantenphysik hat ja tatsächlich nachgewiesen, dass sich das Verhalten von Lichtteilchen mit der Absicht des Betrachters ändern. Das bekannte Doppelspaltexperiment zeigt, dass Lichtwellen sich zu Teilchen formen, sobald ein Betrachter sie ansieht. Ganz unwissenschaftlich ausgedrückt müsste man sagen, dass Materie nur dann existiert beziehungsweise sich ausformt, wenn die Lichtwellen von einem menschlichen Auge betrachtet werden. Dehnt man das nun auf’s All aus, kann man einmal mehr auf die Idee kommen, dass das Universum zum einen nur da ist, wenn man es betrachtet und zum anderen sich den Wünschen des Betrachters anpasst. Das kann erklären, warum Wissenschaftler immer wieder Beweise für ihre Theorien finden, ab einer gewissen Schwelle aber versagen, weil das Universum sich einfach nicht festnageln lassen kann, da es keine definierte Größe oder Form hat. Und nicht nur das, die enorme Beweglichkeit und Wandelbarkeit des Universums sowie die Mehrdimensionen-Modelle lassen die Vermutung wahrscheinlich werden, dass sich innerhalb oder außerhalb, so fern man sich schon wieder in räumlichen Haarspaltereien verlieren möchte, andere Universen befinden oder einfach andere Teile eines Universums.

Multiversen, unsichtbare Dimensionen, Blasen und schwarze Löcher

Vielfach wird angenommen, dass schwarze Löcher Portale also Eingänge zu Wurmlöchern sein könnten, die in andere Universen oder an andere Stellen unseres Universum, wenn es denn nun wirklich nur eines gibt, führen. Das Wort Universum leitet sich eigentlich vom lateinischen Wort „unum” für „eines” ab und war vorgesehen alles das ist zu beschreiben. Vielleicht passt das Wort „Kosmos” = Ordnung an dieser Stelle besser. Es ist also gut möglich, dass es neben der „Ordnung” in unserem System noch weitere Systeme mit einer ganz anderen Ordnung gibt, wo sich diese räumlich befinden entzieht sich einfach der Bestimmbarkeit mit den uns vorhandenen Möglichkeiten aus dem Betrachtungswinkel der Raumzeit. Interessante Theorien besagen, dass es gut möglich sei, bewege man sich nun auf eigen gedachten Rand eines solches Kosmos zu, man sich irgendwann in dessen Mitte oder an einem x-beliebigen anderen Punkt wieder fände. Weitere Ideen besagen, dass ein Zentrum des Alls gar nicht gäbe, sondern sich das Zentrum vielmehr überall befände oder genau dort, von dem aus es betrachtet wird. Zieht man nun die Möglichkeit der Mehrdimensionalität herbei und die Tatsache, dass der dreidimensional konditionierte Menschliche Verstand quasi immer irgendwie im Viereck rennt, dann kann man sich mit etwas Phantasie vielleicht vorstellen, wie so ein Multiversum aussehen kann.

Die Blasentheorie geht noch ein Stück weiter und vermutet, dass mehrere Universen in sich selbst reproduzierenden Blasen existieren und von einer weiter unbekannten Quelle ständig neue dieser Blasen gebildet werden. Diese Blasen werden keineswegs als runde berechenbare Kreise betrachtet, sondern viel mehr als wabernde Blasen, die viel mehr an ein organischen Lebewesen als eine geometrische Form erinnern. Innerhalb dieser Blasen werden völlig verschiedene Größen und Gesetzmäßigkeiten angenommen, ob diese Blasen endlich sind und man von einer Blase zur anderen gelangen kann – natürlich nur theoretisch – verrät uns aber auch dieses Modell nicht wirklich!

Fazit: nichts genaues weiß man nicht und schließlich will unsere Wissenschaft ja auch noch eine Weile beschäftigt sein. Wo kämen wir denn hin, wenn wir plötzlich alles wüssten!?