Was aus diesen 10 Mädchen-Stars heute geworden ist

Ohne sie wären die meisten Filme und Serien nur halb so spannend: Mädchen-Stars. Die jungen Schauspielerinnen verzauberten uns in vielen Momenten auf der Leinwand. Dabei durften wir ihnen beim Aufwachsen zusehen. Einigen Mädchen-Stars gelang es, nach ihren Paraderollen weiter erfolgreich zu bleiben, während andere völlig unerwartete Karrierewege einschlugen. Nicht allen gelang es, sich vom Image des niedlichen Kinderstars zu befreien. Wir zeigen euch, was aus den zehn bekanntesten Mädchen-Stars heute geworden ist.

Ashley und Mary-Kate Olsen
Ashley und Mary-Kate Olsen – commons.wikimedia.org

Maisie Williams (Arya Stark in Game of Thrones)

Als Arya Stark, Tochter des Herrn von Winterfell, war Maisie Williams untrennbar mit der HBO-Erfolgsserie „Game of Thrones“ verbunden. Somit begleitete die Rolle die komplette Jugend der mittlerweile erwachsenen Britin. Nach acht gedrehten Staffeln war Schluss mit der Serie, von der sich Maisie Williams noch einmal emotional verabschiedete. Doch schon während der Dreharbeiten zu „Game of Thrones“ war Maisie in mehreren anderen Serien zu sehen. Gastauftritte hatte sie so zum Beispiel in „Robot Chicken“ oder „Doctor Who“. Die leidenschaftliche Tänzerin war 2013 zum ersten Mal in einem Film zu sehen und spielte in „Heatstroke“ die Rolle der Josie. Auch in Filmen wie „Rendezvous mit dem Leben“, „iBoy“ und „Mary Shelly“ spielte sie jeweils Hauptrollen. Doch auch nach dem Ende von Game of Thrones ist ihr Terminkalender vollgepackt. So ist Maisie Williams zum Beispiel in der Comicverfilmung „X-Men: New Mutants“ zu sehen.

Emma Watson (Hermine in Harry Potter)

Als Zauberschülerin Hermine Granger verzauberte Emma Watson in „Harry Potter“ ihre Fans. Ganze zehn Jahre vergingen zwischen dem ersten und dem achten Teil der Filmreihe, mit dem das Abenteuer von Hermine und ihren Freunden Harry und Ron endete. Sie zählte zu dieser Zeit zu den am besten verdienenden Mädchen-Stars der Welt. Auch nach dem Ende von Harry Potter ist Emma Watson nicht aus der Öffentlichkeit verschwunden. In Filmen wie „My Week with Marilyn“, „Noah“ oder „Colonia Dignidad“ war sie ebenfalls auf der Kinoleinwand zu sehen. Ihre wichtigste Rolle nach Harry Potter war jedoch Belle im Film „Die Schöne und das Biest“, der zum Megahit wurde. Emma Watson setzt sich nebenbei stark für Frauenrechte ein und ist in dieser Rolle seit 2014 UN-Sonderbotschafterin.

Bonnie Wright (Ginny in Harry Potter)

An der Seite von Emma Watson war auch Bonnie Wright in „Harry Potter“ zu sehen, die dort Ginny Weasley verkörperte. Nach acht erfolgreichen Filmen war auch für sie die Zauberer-Saga zu einem Ende gekommen. Kein Grund für die junge Darstellerin aus London, mit der Schauspielerei aufzuhören. Nebenbei schrieb sie sich im London College of Communication für ein Studium ein. An die großen Erfolge von „Harry Potter“ konnten Filme wie „The Philosophers – Wer überlebt?“ jedoch nicht mehr anknüpfen. Die rothaarige Schauspielerin verschlug es daher mittlerweile hinter die Kamera, wo sie bei vier Kurzfilmen die Regie übernahm und als Produzentin auftrat. Auch einige Model-Jobs übernahm Bonnie. Privat engagiert sich die Britin, die von 2010 bis 2012 mit Schauspieler Jamie Campbell Bower in einer Beziehung war, im Global Poverty Project als Botschafterin.

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Julianna Rose Mauriello (LazyTown)

Es gibt nicht viele Serien aus Island, die auch im Rest der Welt bekannt werden. Doch „LazyTown“ hat genau dieses Kunststück geschafft. Vier Staffeln wurden von der Serie um Sportacus und Freddie Faulig in der knallbunten Welt der einst „faulsten Stadt des Landes“ produziert. In den ersten beiden Staffeln übernahm Julianna Rose Mauriello die Hauptrolle der neu in den Ort gezogenen Stephanie. Nach ihrem Ausscheiden im Jahr 2006 aus der Kinderserie wurde es ruhig um den Mädchen-Star. Die Amerikanerin tauschte ihr pinkes Outfit und ihre pinken Haare ein und widmete sich dem Tanzunterricht. Es folgten nur noch gelegentliche Auftritte in Kurzfilmen und Mini-Serien. Julianna verabschiedete sich somit vom Showgeschäft und absolvierte ein Studium zur Ergotherapeutin.

Miley Cyrus (Hannah Montana)

Können Kinderserien auch ein Sprungbrett für eine noch größere Karriere sein? Miley Cyrus kann die Frage mit einem klaren „Ja!“ beantworten. Alles begann im Jahr 2006 mit der Serie „Hannah Montana“, in der sie die gleichnamige Sängerin spielte. Musikalisches Talent konnte sie schon in der Disney-Serie zeigen. Vielleicht sind dafür ja die Gene ihres Vaters Billy Ray Cyrus verantwortlich, der selbst Country-Star war und auch in „Hannah Montana“ ihren Vater spielte. Gelegentlich schlüpft Miley noch in verschiedene Rollen, doch die großen Erfolge feiert sie mit ihrer Musik. Sechs Platten brachte die junge Sängerin bisher heraus. Dabei hat sich ihr Image jedoch komplett gewandelt. Öffentlich präsentiert sie sich gerne als Skandalnudel und posiert leicht bekleidet und mit dem einen oder anderen Joint in der Hand. Ihrer Musik und ihrem Erfolg scheint dies jedoch gut zu tun. Die Songs verkaufen sich millionenfach, sodass man fast aus den Augen verliert, dass alles als unschuldiger Disney-Star anfing.

Mary Kate und Ashley Olsen (Michelle Tanner in Full House)

Zwillinge sind im Showgeschäft begehrt. Indem sich beide Kinder abwechseln, können so schon früh anstrengende Rollen ausgefüllt werden. Dies machte Mary Kate und Ashley Olsen schon im Kleinkindalter zu echten Mega-Stars. Alles begann mit der Rolle der Michelle Elizabeth Tanner in der Sitcom „Full House“, die auf der ganzen Welt unglaublich erfolgreich war. Später mussten beide Zwillinge nicht mehr in die gleichen Rollen schlüpfen. Dennoch sah man sie fast immer gemeinsam auf der Leinwand. So folgten dutzende Auftritte in Filmen und Serien der 90er und 2000er. Die Schauspielerei lassen die beiden Damen mittlerweile ruhen. Geldprobleme muss man trotzdem nicht befürchten. Als Unternehmerinnen sind sie heute so erfolgreich wie als Schauspielerinnen. So bringen sie regelmäßig neue Mode-Kollektionen auf den Markt. Ihre Firma „Dual Star Entertainment Group“ sorgt pro Jahr für einen Umsatz von 2 Milliarden Dollar.

Hilary Duff (Lizzie McGuire)

„Lizzie McGuire“ in der gleichnamigen Serie war die Paraderolle für Hilary Duff, die so trotz eines Sprachfehlers zu Weltruhm gelang. Zwischen 2001 und 2004 wurde die Erfolgsserie produziert. An ein Ende ihrer Karriere war jedoch danach nicht zu denken. Es folgten noch viele weitere Auftritte in Serien und Filmen. Im Jahr 2015 übernahm sie erstmals seit „Lizzie McGuire“ wieder eine Serien-Hauptrolle in „Younger“. Bekannt wurde Hilary neben ihrer Schauspielerei auch als Sängerin. Ihr zweites Album „Metamorphosis“ wurde zum Riesen-Hit und brachte ihr in den USA 3-fach-Platin ein. An die großen Erfolge kann sie heute nicht mehr anknüpfen, bleibt der Musik jedoch treu. Auch als Modedesignerin und Autorin versuchte sich die Amerikanerin schon. Mit über zehn Millionen Fans im Internet teilt Hilary Duff, die derzeit mit Sänger Matthew Koma zusammen ist, heute Bilder und Videos aus ihrem Leben.

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Lindsay Lohan (Ein Zwilling kommt selten allein)

Eine Bilderbuchkarriere hat Lindsay Lohan gewiss nicht hingelegt. Viel zu oft war sie mit Skandalen und Exzessen in den Medien. Dabei vergisst man schnell, dass sie eigentlich als Mädchen-Star bekannt wurde. In „Ein Zwilling kommt selten allein“ feierte Lindsay im Jahr 1998 mit zwölf Jahren ihren Durchbruch. Weitere Disney-Produktionen folgten, bis sie im Jahr 2003 mit „Freaky Friday“ endgültig zum Weltstar wurde. Auch als Sängerin feierte sie Erfolge. Ihr größtes Problem waren jedoch immer Eskapaden mit Alkohol und Drogen. So landete Lindsay nach mehreren Verstößen gegen das Gesetz schließlich im Gefängnis. Heute sieht man Lindsay Lohan nur noch in einzelnen Episoden verschiedener Serien oder in Trash-Filmen. Angeblich soll die Amerikanerin mittlerweile zum Islam konvertiert sein. Mit Skandalen ist damit dennoch nicht Schluss. So wurde sie beispielsweise in Russland bei einer versuchten Kindesentführung beobachtet.

Mara Wilson (Matilda Film)

Durch den Film „Matilda“ wurde Mara Wilson in der gleichnamigen Hauptrolle weltberühmt. In den 90ern war die Amerikanerin ein gefeierter Mädchen-Star. Schon in „Melrose Place“, „Mrs. Doubtfire“ oder „Das Wunder von Manhattan“ war Mara auf der Kinoleinwand zu sehen. Privat hatte es die junge Schauspielerin jedoch nicht leicht. Während der Dreharbeiten zu Matilda verstarb ihre Mutter an Brustkrebs. Nachdem ihr Film „Thomas, die fantastische Lokomotive“ im Jahr 2000 floppte, beendete sie ihre Karriere. Nach eigenen Angaben hatte sie keine Lust mehr, prominent zu sein, schloss die Schule ab und studierte Schauspiel und Theater. Erst 2015 war sie im Indie-Film „Billie Bob Joe“ wieder vor der Kamera zu sehen. Im Jahr 2016 veröffentlichte Mara Wilson ihre Autobiografie.

Christina Ricci (Kathleen „Kat“ Harvey im Film Casper)

Im Film „Casper“ von 1995 spielte Christina Ricci Kat Harvey, da war ihr der Durchbruch schon mit den Kinofilmen der „Addams Family“ gelungen, in der sie Wednesday Addams verkörperte. Von da an war sie einer der bekanntesten Mädchen-Stars der 90er und schaffte schnell den Schritt zur ernstzunehmenden Schauspielerin. Danach war Christiana wohl das, was man ein Arbeitstier nennen würde. Jahr für Jahr folgte Rolle um Rolle. Neben Indie-Filmen trat sie in weiteren Hollywood-Blockbustern und Serien auf. Bis heute arbeitet Christina Ricci erfolgreich als Schauspielerin in verschiedenen Produktionen. So spielte sie zum Beispiel in der Amazon-Serie „Z: The Beginning of Everything“ mit. Gelegentlich schlüpft Christina auch in Rollen hinter der Kamera. Auch privat konnte die Amerikanerin glücklich werden. Sie ist mit dem Kameratechniker James Heerdegen verheiratet und ist Mutter eines Sohnes.

Ein Mädchen-Star zu sein kann Fluch und Segen zugleich sein. Einige schafften es, an ihre großen Erfolge anzuknüpfen, während andere abstürzten und sich wiederum andere aus dem Showbusiness zurückzogen.