Eine NASA-Raumsonde entdeckt eine riesige Wand am Rande des Sonnensystems

Das Ende unseres Sonnensystems? – Eine NASA-Raumsonde entdeckt eine riesige Wand am Rande des Sonnensystems

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Credit: Midiwaves/Shutterstock.com

Das Weltall ist das zweifelsfrei größte Mysterium unserer Zeit. Allein beim nächtlichen Blick zu den Sternen, fühlen sich die meisten Menschen klein und unbedeutend. Oft hat man gar nicht den Blick für die Relationen, in denen wir uns eigentlich befinden. Die Ausmaße des Weltalls sind so riesig, dass sie jede Vorstellungskraft übersteigen. Umso aufregender ist es, wenn hier neue Erkenntnisse der Forschung ans Tageslicht kommen. Im folgenden Text stellen wir euch eine Entdeckung vor, von der ihr bestimmt noch nicht wusstet.

Gefangen im eigenen Sonnensystem?

Die Forscher der NASA machten nun mit Hilfe der ausgewerteten Daten der Raumsonde „New Horizons“ eine Entdeckung, die uns ins Staunen versetzt: Eine Wand am Ende unseres Sonnensystems. Laut den Aufzeichnungen der Raumsonde, befindet sich diese Wand genau an der Grenze zwischen dem Ende unseres Sonnensystems und dem dahinter beginnenden interstellaren Raum. Dieses Gebiet wird in der Wissenschaft als „Heliopause“ bezeichnet. Bedeutet dies nun also, dass wir in unserem eigenen Sonnensystem gefangen sind? Ist dies die natürliche Begrenzung, an der es schlichtweg nicht mehr weiter geht? Ist die Grenze der Weltraumforschung somit räumlich erreicht? Ganz so schlimm ist es glücklicherweise doch nicht.

Mit dem Kopf durch die Wand – ohne Beule

Es handelt sich bei dieser Struktur definitiv nicht um eine feste Wand aus Beton oder Stahl, wie wir sie von den Gebäuden auf unserer Erde kennen. Die Wand besteht nicht etwa aus einem massiven und undurchdringlichen Material, sondern ist, im Gegenteil, durchlässig. Sie besteht wahrscheinlich aus Wasserstoffteilchen und zerstreut das ultraviolette Licht. Übrigens ist die Entdeckung eines solchen Konstruktes gar nicht so neu, wie man an dieser Stelle vermuten könnte. Denn Bereits vor 30 Jahren lieferten die NASA-Raumsonden „Voyager 1“ und „Voyager 2“ erste Hinweise auf die Existenz einer solchen Wand. Die Raumsonde „New Horizons“ untermauert nun mit ihren Aufnahmen lediglich diese Jahrzehnte alten Entdeckungen. Die „New Horizons“ hatte hinter dem entdeckten Konstrukt ein ultraviolettes Glühen gemessen. Dieses Phänomen wird in der Fachwelt als „Lyman-alpha-line“ betitelt. Das Glühen entsteht, sobald Wasserstoffatome und Sonnenpartikel zusammentreffen.

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Tatsächliche Existenz noch nicht bestätigt

Dass diese Wand aus Wasserstoffteilchen aber wirklich existiert, kann nach dem jetzigen Stand der Forschung niemand mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Alles worauf die Wissenschaftler der NASA sich zum derzeitigen Zeitpunkt berufen, sind theoretische Vermutungen. Im Moment ist man einfach noch zu weit von der Wand entfernt. Es dürfte allerdings in absehbarer Zeit soweit sein, dass wir abschließende Erkenntnisse zu dem Thema erhalten. In etwa zehn bis fünfzehn Jahren wird die Raumsonde „New Horizons“ das Konstrukt durchqueren. Die Daten , die sie hierbei sammeln kann, werden entweder belegen, dass die Wand tatsächlich existiert – oder nicht. Wir müssen uns nur noch ein wenig gedulden.

Bist du auch so fasziniert über das Phänomen? Ist es nicht spannend, welche Ereignisse sich jetzt gerade, während du diesen Text gelesen hast, im Weltall abspielen? Schreib uns deine Meinung und Gedanken zu dem Thema gerne in die Kommentare. Wir freuen uns auf eine konstruktive Diskussion.