Diese Veganerin bricht in ein Schlachthof ein und kettet sich an

Tierschützer, die in der Fußgängerzone Plakate hochhalten und gegen die Missstände in der Massentierhaltung aufmerksam machen, sind uns hinreichend bekannt. Eine Veganerin aus Australien ist nun allerdings noch einen Schritt weitergegangen und brach für ihre Aktion in ein Schlachthaus ein. Bilder davon, erreichten im Internet schon nach kurzer Zeit Hunderttausende Menschen.

Alix the Vegan
Credit: Alix the Vegan – facebook.com

Während weibliche Kälber nach einer gewissen Zeit der Mutter entrissen, geschwängert und für die Milchproduktion eingespannt werden, droht männlichen Kälbern ein früher Tod. Sie sind für die Milchindustrie nicht rentable, immerhin produzieren sie keine Milch und müssen dennoch durchgefüttert werden. Da ist der Weg zum Schlachter billiger. Um das zu verhindern, brach jetzt eine 23-jährige Tierrechtsaktivistin gemeinsam mit einem Kollegen in das Schlachthaus von Benalla in Victoria ein und kettete sich dort in der Nähe einer jungen Kuh an.

Mitarbeiter drohen mit Gewalt 

Das diese Aktion bei den Mitarbeitern des Schlachthofes nicht gerade gut ankam, dürfte selbstverständlich sein. Sie drohten den jungen Aktivisten eine gewaltsame Entfernung an, sollten sie sich nicht von alleine wieder losmachen und den Stall verlassen.

Kuh wurde geschlachtet 

Die Aktivistin, die sich auf Facebook Alixi nennt, versuchte mit den Betreibern zu verhandeln und bat an, zwei Kälber freizukaufen. Allerdings zeigten die Betreiber des Schlachthofes keinerlei Interesse. Sie gaben später an, dass die bereits wenige Stunden nach der Aktion zur Schlachtbank geführt wurden. Sie waren gerade einmal 30 Tage am Leben und wurden den Muttertieren entrissen.

Emotionales Statement im Internet 

Die junge Tierrechtlerin stellte ihre Aktion kurz darauf ins Internet. Sie sehe es als ihre Berufung, Tierschutzmissstände ans Tageslicht zu bringen und der Gesellschaft zu zeigen unter welchen grausen Umständen Tiere in der Fleischindustrie leiden müssen. Auf Facebook nennt sich die Tierfreundin „Alix the Vegan“. Seit Jahren arbeite sie mit anderen engagierten Menschen zusammen, um die Ausbeutung von Tieren in den Bereichen Nahrung, Kleidung, Unterhaltung und Experimente zu beenden. Ihr Ziel sei es, aufzuklären und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie mit Tieren allgemein umgegangen wird.

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Veganismus als einzige Lösung 

Weil sie schreckliche Aufnahmen aus Schlachthöfen und der Massentierhaltung sah, entschloss sich die Australierin vor etwa zwei Jahren dazu, die Ernährung auf vegan umzustellen. Neben dem Protest auf dem eigenen Teller, beteiligte sie sich auch an verschiedeneren anderen Aktionen. Manchmal nahm Alixi auch Tiere aus schlechter Haltung einfach mit zu sich nach Hause. Sie lerne die Tiere als Individuen kennen und es breche ihr jedes Mal erneut das Herz, wenn sie das Schicksal eines Tieres bei einer Recherche mitbekommt und genau weiß, dass sie ihm nicht helfen kann. All das habe sie irgendwann zu der Erkenntnis gebracht, dass nicht nur eine Ernährungsumstellung braucht, sondern auch den Aktivismus auf der Straße. „Ich musste mich dem Kampf der Tierbefreiungen anschließen“, sagte sie den Medien, die nach der Aktion weltweit berichteten. Sie wünsche sich, dass die Menschen im Laufe der Zeit erkennen, was in diesem System falsch läuft und auf eine ethische, tierleidfreie Ernährung umsteigen. Wer sich vegan ernährt, schadet weder Tieren, noch der Natur und es sei noch dazu gesund. Die Australierin hoffe, dass die Menschen sensibler werden und mit der Zeit lernen, dass Tier ganz genauso Gefühle wie Leid, Liebe und Freude besitzen.

Sind Stalleinbrüche ein legitimes Mittel zur Aufklärung über Massentierhaltung? 

Auch in Deutschland verschaffen sich immer wieder Tierrechtsermittler Zutritt zu Ställen. Sie filmen meist Tierschutzverstöße und präsentieren diese dann über Fernsehsender oder Zeitungen der Öffentlichkeit. Gegen die selbsternannte „Stallpolizei“ will die neue Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) nun angehen und härtere Strafen verhängen. Umweltschutzorganisationen und zahlreiche Parteien und Institutionen halten das für ein falsches Zeichen. Was meint ihr dazu? Schreibt es und unten in die Kommentare! Wir sind gespannt.

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Letzte Aktualisierung am 16.12.2018
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