Sei vorsichtig, wenn du diesen gefährlichen Tieren begegnest!

Arachnophobie ist die Angst vor Spinnen. Die achtbeinigen Krabbeltiere mit ihren sechs Augen lösen bei Menschen mit dieser Angststörung einen Ekel aus oder treiben ihnen den Angstschweiß auf die Stirn. Menschen mit einer Herpetophobie fürchten sich dagegen vor Schlangen. Und spätestens seit Sheldon Cooper wissen wir, dass es auch Menschen gibt, die Vögel unheimlich finden, also ornithophob sind. Angst vor Hunden, Angst vor Katzen und so weiter: Die Liste der Ängste ist lang. Es soll sogar Menschen geben, die eine Zoophobie haben und alle Tiere fürchten. Dabei sind die meisten Tiere harmlos. In Acht nehmen musst du dich nur vor denjenigen, die dem Menschen wirklich schaden können. Und das sind bei weitem nicht nur Raubtiere, bei denen die Gefahr offensichtlich ist. Es gibt eine Vielzahl kleiner, vordergründig unscheinbarer, meist kleiner Tierchen, die so hoch giftig sind, dass du sie besser nicht reizen solltest. Sei also vorsichtig, wenn du folgenden Tieren begegnest.

5 Braune Einsiedlerspinne

Braune Einsiedlerspinne
Rosa Pineda (commons.wikimedia.org)

Braun, klein und unscheinbar ist die Braune Einsiedlerspinne, deren lateinische Bezeichnung Loxosceles reclusa ist. Sie ist zwischen 6 und 20 mm groß und wirkt zunächst ganz und gar nicht bedrohlich. Erkennbar ist sie vor allem an einem dunklen Strich, der ihren Rücken ziert. Die Braune Einsiedlerspinne ist ein friedlicher Zeitgenosse, solange sie sich nicht bedroht fühlt. Andernfalls beißt sie zu und die Folgen können für den Menschen verheerend sein. Der Biss an sich ist nicht schmerzhaft. Erst nach etwa 12 Stunden beginnt die Bisswunde weh zu tun. Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Krämpfe folgen.

Braune Einsiedlerspinne
Jeffrey Rowland (commons.wikimedia.org)

Das Gewebe um die Bisswunde herum kann absterben oder sich gefährlich entzünden. Bei allergischen Reaktionen kann es sogar zu Todesfällen kommen, die allerdings sehr selten sind. Die Braune Einsiedlerspinne ist vom mittleren Westen bis in den Süden Amerikas verbreitet.

4 Die Krustenanemone

krustenanemone
Rtcpenguin (commons.wikimedia.org)

Die Krustenanemone gehört zu der Ordnung der Blumentiere, ist hübsch anzusehen und misst nur wenige Zentimeter. Diese Eigenschaften sind der Grund dafür, weshalb sie sich Liebhaber von Salzwasseraquarien in ihr Zuhause holen. Doch Vorsicht, die Krustenanemone ist hoch toxisch und muss mit größter Vorsicht behandelt werden. Ihr Gift, das Palytoxin ist eines der stärksten natürlichen Gifte auf der Welt. Das Gift wirkt sofort. Je nach dem, wieviel des Giftes in den Organismus gelangt, können die Symptome stark variieren. Unwohlsein, Erbrechen oder starker Schüttelfrost sind die geringsten Vergiftungserscheinungen, die sich bis zu Lähmungserscheinungen des gesamten Muskelapparates ausweiten können. Das Gift funktioniert nicht nur als Kontaktgift, sondern auch über Aerosole. Ein Gegengift gibt es nicht. Betroffene sollten schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

3 Der Landkartenkegel

Landkartenkegel
Kerry Matz National Institute of General Medical Services (commons.wikimedia.org)

Der Landkartenkegel, die auch als Landkarten-Kegelschnecke bezeichnet wird, wird maximal 16,5 cm groß. Ihr Gehäuse ist sehr dünnwandig und zylindrisch geformt. Beheimatet ist sie im Indischen und Pazifischen Ozean. Der Landkartenkegel ist kein aggressiver Zeitgenosse und schießt ihren toxischen Giftpfeil nur dann ab, wenn man sie berührt. Die Substanz, die sie dabei direkt unter die Haut injiziert, ist ein hochtoxisches Nervengift. Innerhalb von 30 Minuten spüren Betroffene an der Einstichstelle starke Schmerzen. Lähmungserscheinungen, die sich zunächst um die Einstichstelle konzentrieren, sich dann aber auf den gesamten betroffenen Körperteil ausdehnen, sind die Folge. Darüber hinaus können unkontrollierte Bewegungen sowie Sprech- und Schluckbeschwerden auftreten. In jedem Fall solltest du nach dem Stich einer Landkarten-Kegelschnecke einen Arzt aufsuchen.

2 Der Eichen-Prozessionsspinner

Eichen-Prozessionsspinner
Accipiter (commons.wikimedia.org)

Bei dem Eichen-Prozessionsspinner handelt es sich um einen Nachtfalter, deren ausgewachsenen Exemplare circa 3 cm messen. Ihr Ausbreitungsgebiet erstreckt sich von der Iberischen Halbinsel über Süd- und Mitteleuropa bis in den Süden Russlands. Unangenehm für den Menschen ist vor allem die Raupe des Eichen-Prozessionsspinners. Sie kann bis zu 5 cm groß werden und ihr Körper ist vollständig mit Brennhaaren bedeckt, die bei Kontakt leicht abbrechen. Die dünnen und kaum sichtbaren Brennhaare dringen bei Berührung leicht in die Haut ein, setzen sich dort aufgrund kleiner Widerhaken fest und lösen einen starken Juckreiz aus. Darüber hinaus können starke Irritationen wie Pusteln oder Nesselsucht oder ein allergischer Schock auftreten. Bei starken und anhaltenden Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden, bei einer allergischen Schockreaktion hilft der Notarzt. Werden herumfliegende Brennhaare eingeatmet können diese Atembeschwerden, Bronchitis oder sogar Asthma hervorrufen.

Die Raupe tritt meist in Gruppen auf und ist deshalb gut zu erkennen. Oft hängt sie in einem weißen Gespinst, das an Baumstämmen, besonders an Eichenstämmen angebracht ist. Die Raupen bewegen sich in langen Ketten hintereinander fort. Diese Prozessionen dienen der Futtersuche. Finden sie geeignetes Futter, fressen sich Bäume und Gehölz kahl. Falls eine solche Prozession deinen Weg kreuzen sollte, solltest du schnellst möglich einen großen Bogen darum machen.

1 Die Südliche Schwarze Witwe

Südliche Schwarze Witwe
Chuck Evans (commons.wikimedia.org)

Sie ist als Schwarze Witze bekannt und gehört zu der Familie der Webspinnen. Der Name ist hier Programm. Wenn das Männchen nach dem Geschlechtsakt nicht schnell genug aus der Reichweite des wesentlich größeren Weibchens verschwindet, wird es von seiner Spinnendame als Beute erkannt und verspeist.

Wie der Name verrät ist die Färbung des Weibchens schwarz, an der Unterseite ihres Körpers trägt sie allerdings eine sanduhrenförmige Zeichnung in einer grellen, meist roten Farbe. Verbreitet ist die in Amerika.

Die Südliche Schwarze Witwe ist giftig, allerdings ist die Giftmenge, die bei einem Biss in den menschlichen Organismus gelangt, so gering, dass keine Todesgefahr besteht. Das Nervengift kann jedoch trotzdem sehr unangenehme Auswirkungen haben. Es verursacht krampfartige Bauchschmerzen, die nach drei bis vier Stunden zu steigenden Muskelschmerzen anwachsen können. Vorsicht also vor den Weibchen dieser Spinne. Die männlichen Tiere sind ungiftig und harmlos.

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