Die 5 schönsten Pferde

Wildpferde sind mittlerweile eine Seltenheit geworden. Deren domestizierte Form, das Hauspferd, dagegen gehört mit einer Kopfzahl von ungefähr 60 Millionen zu den weltweit verbreitetsten und beliebtesten Nutztieren. Allein in Deutschland werden gut eine Million Pferde gehalten. Anders als noch vor hundert Jahren, als Pferde wichtig für Transport, Militär und Landwirtschaft waren, handelt es sich dabei heute fast ausschließlich um Sport- und Freizeittiere. Es gibt etwa 200 bis 300 unterschiedliche Pferderassen. Einer breiten Öffentlichkeit sind die häufigsten Rassen wie Holsteiner und Hannoveraner, Araber und Oldenburger zumindest dem Namen nach ein Begriff. Aber es gibt daneben noch eine Vielzahl weiterer, eher unbekannter Rassen, die wegen ihrer Schönheit und Außergewöhnlichkeit besonders interessant sind. Dazu gehören das aus Süddeutschland stammende Schwarzwälder Kaltblut, Portugals Sorraia-Pferde, der dänische Knabstrupper, das in seiner Heimat USA besonders populäre Paint Horse und der metallisch schimmernde Achal-Tekkiner aus Mittelasien. Heute: die 5 schönsten Pferde.

Schwarzwälder Kaltblut

Schwarzwälder Kaltblut
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Das mit etwa 100 gekörten Hengsten und knapp 1000 Zuchtstuten zu den selteneren Pferderassen in Deutschland zählende Schwarzwälder Kaltblut gibt es bereits seit dem Mittelalter. Spätesten seit dem 15. Jahrhundert hat es den Bauern im Schwarzwald als robustes Zugtier im Wald und auf dem Feld gedient. Mit einem Stockmaß von durchschnittlich 145 bis 160 cm und einem Gewicht von etwa 650 kg gehört das auch „Wälderpferd“ genannte Pferd zu den mittelgroßen Kaltblutrassen. Fast alle Pferde dieser Rasse sind fuchsfarben. Häufig lassen die Besitzer die hellblonden Mähnen der Wälderpferde lang wachsen. Dadurch wird die natürliche Eleganz der für ihre sanften Augen bekannten Tiere optisch unterstrichen. Die gutmütigen Tiere sind zunehmend als Freizeitpferde beliebt. Heute eignen sie sich in Folge von entsprechenden Zuchtlinien auch als Reitpferde.

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Sorraia

Sorraia
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Die Herkunftsgeschichte der mit einem Stockmaß von etwa 140 bis 150 cm eher kleinen Sorraia-Pferde ist nicht eindeutig geklärt. Einige Experten vermuten das Iberische Wildpferd als Ursprungs-Rasse. Andere vertreten die These, dass Sorraias auf verwilderte Hauspferde zurückgehen. Benannt ist die Rasse nach dem durch die südportugiesische Region Alentejo fließenden gleichnamigen Fluss, an dem vor hundert Jahren eine Gruppe dieser Pferde entdeckt wurde. Auffallend ist bei den Tieren der durch eine betonte Wölbung nach außen bestimmte widderähnliche Kopf („Ramskopf“). Üblicherweise sind Sorraias Falben. Das heißt, ihr Fell ist hellgrau bis bräunlich-sandfarben und weist einen dunklen Aalstrich auf dem Rücken auf. Eine Besonderheit vieler Sorraias sind an Zebra-Felle erinnernde Streifen an Beinen oder Schultern. Die widerstandsfähigen Sorraias werden in der Regel ganzjährig auf großen Weiden gehalten. Der Weiterbestand der von Inzucht bedrohten Rasse, der lediglich wenige hundert, vor allem in Portugal lebende Tiere angehören, wird oft als kritisch eingestuft.

Knabstrupper

Knabstrupper
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Die dänische Warmblut-Rasse Knabstrupper erhielt ihren Namen nach dem nahe der Stadt Holbæk auf der Insel Seeland gelegenen Gut Knabstrup. Hier wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Villars Lunn mit der Zucht dieser Pferderasse begonnen. Dabei orientierte sich Lunn an den Tigerschecken der damals weltberühmten Frederiksborger Rasse. Die ein Stockmaß von durchschnittlich etwa 155 cm erreichenden Knabstrupper sind häufig auffallend gezeichnet. Oft als Volltiger mit dunklen Flecken auf hellem Fell. Wie der wohl berühmteste fiktive Knabstrupper, das Pippi-Langstrumpf-Pferd Kleiner Onkel, zeichnen sich auch die realen Knabstrupper durch überdurchschnittliche Intelligenz und Dickköpfigkeit aus. Von einem erfahrenen Pferdeversteher geführt, erweisen sich die insbesondere in Dänemark und Deutschland beliebten Pferde als ausgezeichnete Reit- und Fahrtiere. Sie können aber auch als Zirkus- und Showpferde sowie in Therapien eingesetzt werden. Reinrassige Knabstrupper sind selten.

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Paint Horse

Paint Horse
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Die US-amerikanische, mittelgroße (Stockmaß: 145 bis 155 cm, selten größer) Rasse Paint Horse wird unter anderem im Bereich Westernreiterei geschätzt. Diese „Cowboypferd“- Rasse wird in unterschiedlichen Farbschlägen gezüchtet und weist verschiedene Scheckungs-Muster auf. Einige Paint Horses sind einfarbig („Solid Paint“). Die vor allem in ihrer Heimat beliebten Rasse-Pferde (in den USA sind etwa eine Million Paint Horses registriert) sind gutmütige und wendige Muskelpakete. Sie eignen sich gleichermaßen für professionelle Kurzstreckenrennen wie als Freizeitpferde. Paint Horses haben eine hohe Reizschwelle, sind robust und gelten als ausgesprochen leichtführig.

Achal-Tekkiner

Achal-Tekkiner
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Im Zentrum des Staatswappens der mittelasiatischen Republik Turkmenistan ist ein stehendes Pferd abgebildet. Es handelt sich dabei um ein Achal-Tekkiner-Pferd. Diese von den Turkmenen als Sinnbild ihrer Nation verstandene Rasse (Kopfzahl: weniger als 10.000 weltweit) wird wahrscheinlich bereits seit 3000 Jahren gezüchtet. Das nach der turkmenischen Großoase Achal Teke benannte Pferd ist hervorragend an die durch extreme Temperaturen geprägten harten Lebensverhältnisse der von Trockengebieten bestimmten Region angepasst. Die zähen und schnellen Achal-Tekkiner sind ausgezeichnet für Distanzrennen geeignet.

Die ein Stockmaß von etwa 165 cm erreichenden Pferde wirken elegant, wenn sie auch Merkmale aufweisen, die bei anderen Rassen gegebenenfalls zum Zuchtausschluss führen würden. Zu diesen Merkmalen gehören zum Beispiel der relativ kleine Kopf auf hohem Hals sowie die wenig ausgeprägte Fellbehaarung. Die in fast allen einfarbigen Schattierungen vorkommenden Achal-Tekkiner haben häufig einen metallisch schimmernden Glanzeffekt im Fell. Die intelligenten Tiere schließen sich ihren Reitern bedingungslos an, wenn diese sanft und einfühlsam mit ihnen umgehen.

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Letzte Aktualisierung am 16.12.2018
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