Junge aß 150 kaubare Vitamine, danach geschah etwas Schreckliches

Wer heutzutage zusätzliche Vitamine, wie etwa Vitamin E zu sich nehmen möchte, muss dies nicht mehr in Tabletten- oder Kapselform tun: Mittlerweile lassen sich im Handel sogar spezielle Fruchtgummis für Erwachsene erwerben, durch deren Hilfe die tägliche Vitaminzufuhr so einfach wie noch nie ist. Kinder sollten allerdings unbedingt von einem Verzehr der verführerisch aussehenden Weingummis absehen – oder zumindest nicht Unmengen davon essen. Welche fürchterlichen Auswirkungen der Konsum der unscheinbar wirkenden Süßigkeiten nämlich durchaus haben kann, musste eine junge Mutter aus den USA nun auf dramatische Art und Weise feststellen.

Fruchtgummi
Fruchtgummi – © Sue McDonald / Shutterstock.com

150 Gummibärchen mit zugesetzten Vitaminen zum Frühstück waren keine gute Idee

Nahezu jedes Kind auf der Welt liebt Süßigkeiten – vor allem Fruchtgummis können sich die meisten von ihnen nur schwer entziehen. Dies trifft auch auf den 14-jährigen TJ zu, der zusammen mit seiner Mutter in den Vereinigten Staaten von Amerika lebt. TJ hält offenbar wenig von einem gesunden Frühstück, wie es in den meisten Haushalten Tag für Tag auf dem Tisch steht: Statt einer Schale Cornflakes, einer Scheibe Brot mit Käse oder gesundem Obst bevorzugt der Teenager lieber eine ganze Packung süßer Fruchtgummis. Was jedoch weder er, noch seine Mutter zu wissen scheinen: Bei TJ’s Lieblingsmarke handelt es sich nicht um herkömmliche Gummibärchen, sondern um spezielle Vitamin-Gummibärchen. Diese eigentlich nur an erwachsene Menschen gerichteten Spezial-Gummibärchen sind mit zusätzlichen Vitaminen angereichert und sind somit nichts anderes als ein klassisches Vitaminpräparat.

Einlieferung ins Krankenhaus: Ärzte diagnostizieren starke Muskelschwäche und gebrochenen Arm

TJ’s Leben änderte sich von einem Tag auf den anderen, als er plötzlich mit starken Schmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde: Dort stellten die behandelnden Ärzte nicht nur eine akute Muskelschwäche, sondern auch einen gebrochenen Arm fest – von den starken Bauchschmerzen des 14-Jährigen ganz zu schweigen. Nach einer ausgiebigen Befragung der Mutter kam schließlich die Ursache für TJ’s seltsame Anzeichen ans Tageslicht: Nicht nur, dass TJ an dem besagten Morgen stolze 150 der Vitamin-Gummibärchen zu sich nahm – er konsumierte innerhalb der vergangenen Wochen auch rund 30 bis 40 Stück pro Tag! Die Ärzte klärten TJ’s Mutter schnell über die schockierenden Resultate dieses massiven Fehlverhaltens auf: Ihr Sohn nahm durch den Verzehr der scheinbar harmlosen Fruchtgummis unglaubliche 187.000 Einheiten Vitamin A auf – dies entspricht in etwa dem Verzehr von 700 Eiern und liegt rund 63% über der empfohlenen Tagesdosis.

Dies führte dazu, dass sich das eingenommene Vitamin A in großen Mengen in seiner Leber festsetzte, zeitgleich die dort anwesenden Zellen anreicherte und diese dazu brachte abzusterben – stattdessen setzte sich in ihnen Narbengewebe an. TJ’s Mutter zeigte sich entsetzt über die neuen Erkenntnisse, die ihr bis dato nicht geläufig waren: Bevor sie mit ihrem Sohn in die USA einreiste, hatte sie noch nie zuvor von Gummibärchen mit enthaltenen Vitaminen gehört. Und auch die Tatsache, dass die Fruchtgummis nicht in einer herkömmlichen Tüte, sondern in einer Flasche ausgeliefert werden und zudem deutlich teurer als herkömmliche Gummibärchen sind, weckte in ihr offenbar keinerlei Verdacht. Tatsächlich dachte TJ’s Mutter, dass es sich um ganz normale Fruchtgummis handeln würde, die ihr Sohn seit ihrer Ankunft in den Vereinigten Staaten nahezu täglich konsumiert hat. Tatsächlich aber waren diese das reinste Gift für TJ’s Körper.

Kein echtes Happy End für TJ: Die Vitamine in seinem Körper lassen sich nicht entfernen

Eigentlich würde man an dieser Stelle der Geschichte ein Happy End erwarten – eine gute Nachricht, die den Leser beruhigt. Doch leider hatten die behandelnden Ärzte eine weitere, schockierende Nachricht für TJ und seine Mutter. Tatsächlich lässt sich das eingenommene Vitamin A nicht einfach entfernen, da sich dieses bereits im Blutkreislauf des Jungen festgesetzt hat. TJ muss demnach noch eine ganze Zeit lang warten müssen, bis seine Leber die gefährliche Überdosis von selbst abbaut und seinen Körper von der selbigen befreit.

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Auch weitere Nebenwirkungen, die im Laufe der kommenden Wochen durchaus entstehen können, sind nicht auszuschließen, sodass man bei der Einnahme von Vitamin-Gummibärchen unbedingt auf die angegebene Mindestmenge achten sollte – das weiß nun auch die Mutter von TJ. Damit auch viele weitere Menschen von dieser krassen Nebenwirkung von Vitamin-Gummibärchen erfahren können, wurde ein entsprechendes Video mit TJ’s Geschichte nun auf dem Youtube-Kanal „Chubbyemu“ hochgeladen, der von einem in den USA praktizierenden Arzt betrieben wird. Nach gerade einmal einem halben Jahr hatte das Video bereits über 3,5 Millionen Aufrufe von Nutzern über den gesamten Erdball. Wir hoffen, dass TJ fortan lieber zu einem echten Frühstück greift und die gefährlichen Vitamin-Gummibärchen für immer aus seinem Leben verbannt.

Schockierende Erkenntnis: Überdosis an Vitaminen kann tödlich sein!

Eigentlich sollte man ja meinen, dass Vitamine unserem Körper gut tun. Sie sind in nahezu jedem Obst und Gemüse enthalten und schützen uns beispielsweise in den kalten Wintermonaten vor einer Erkältung sowie vor anderen Krankheiten. Seit einigen Jahren grassiert in der Bevölkerung jedoch der Irrglaube, dass man sich in eben jenen Wintermonaten mit zusätzlichen Vitaminpräparaten eindecken muss, um sich und seinen Körper zu schützen. Tatsächlich erfreut sich jedoch nur eine einzige Gruppe an der umfangreichen Auswahl an Vitaminprodukten: Ihre Hersteller, die mit zusätzlichen Vitaminprodukten für die Menschheit Milliardenumsätze machen.

In Wahrheit genügt es vollkommen, jeden Tag ein Stück Obst oder Gemüse zu konsumieren – zumal sich auch in vielen anderen Lebensmitteln, die wir ohnehin im Alltag zu uns nehmen, wertvolle Vitamine verstecken. Viele Ärzte und Ernährungsgberater schlagen daher bereits Alarm und informieren Ihre Patienten darüber, dass eine erhöhte Einnahme von Vitaminen sogar tödlich sein kann! So erklärt etwa Marissa Puleo, ihres Zeichens Ernährungsberaterin und Diätassistentin, dass sich die Anwendung zu vieler Vitamine und Mineralstoffe äußerst negativ auf den menschlichen Körper auswirken kann. Denn obwohl die allermeisten wasserlöslichen Vitamine buchstäblich aus dem Körper gespült werden, bleiben andere bei einer Überdosierung dauerhaft im Körper zurück, da diese nur langsam abgebaut werden. Die Folge: Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzprobleme und im schlimmsten Fall sogar der Tod.

Welche Vitamine können für den Menschen tödlich sein?

In unserem Alltag begegnen uns in verschiedensten Lebensmitteln unterschiedliche Vitamine – all diese Vitamine sind dementsprechend auch in Kapsel-, Tabletten- oder Gummibärchen-Form erhältlich. Doch welche Menge eines bestimmten Vitamins müsste man eigentlich zu sich nehmen, damit dies ernsthafte Konsequenzen für den Körper haben kann? Wir verraten es Ihnen in unserer nachfolgenden Übersicht für die Vitamine A, B, C, D, E und K.

Vitamin A

Vitamin A ist jenes Vitamin, das auch TJ in Form der Gummibärchen zu sich genommen hat. Es fördert unsere Sehkraft und sorgt ganz nebenbei für eine schöne, ebenmäßige Haut. Würden wir kein Vitamin A (welches u.a. in Karotten enthalten ist) zu uns nehmen, würden wir auf Dauer unter Infektionskrankheiten oder Sehstörungen leiden. Die empfohlene tägliche Mindestverzehrmenge von Vitamin A liegt zwischen 0,8 bis 1 mg bei Erwachsenen sowie 0,6 bis 0,8 mg bei Kindern.

Gerade bei Vitamin A kann es schnell zu einer Überdosierung im Körper kommen, da dieses Vitamin im Gegensatz zu anderen Vitaminen nicht mit dem Urin aus dem Körper gespült wird. Doch keine Sorge: Man müsste schon mehr als 3000 mg Vitamin A am Tag konsumieren, damit es zu ernsthaften körperlichen Reaktionen wie akuten Muskelproblemen, Knochenschwund, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Sehstörungen kommen kann. Besteht ein Überschuss an Vitamin A über mehrere Jahre hinweg, so kann dieser tödlich enden.

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Vitamin B

Vitamin B6 stärkt unsere Nerven und die Abwehrkräfte und ist darüber hinaus maßgeblich am Abbau von Fettsäuren sowie an der Blutbildung beteiligt. Vor allem in Milch ist sehr viel Vitamin B enthalten, ebenso in Hähnchenfleisch und Lachs. Männer sollten pro Tag etwa 1,4 bis 1,6 mg und Frauen etwa 1,2 mg pro Tag verzehren, bei Kindern genügen bereits 0,7 mg. Sind es hingegen mehr als 500 g pro Tag, so spricht der Mediziner hier von einer Überdosierung. Eine solche kann besonders gravierende Nebenwirkungen, wie etwa Lähmungserscheinungen, Störungen des Temperatursinns oder Gefühlslosigkeit an Händen und Füßen mit sich bringen. Die gute Nachricht ist allerdings, dass eine Überdosierung durch dieses Vitamin kaum möglich ist, da der Körper es mit dem Urin ausscheidet.

Vitamin C

Vitamin C ist das mit Abstand bekannteste und beliebteste Vitamin: Es kommt in vielen Zitrusfrüchten wie Orangen, Zitronen und Grapefruits, aber auch in verschiedensten Beeren und Gemüsearten wie Brokkoli oder Rosenkohl vor. Rund 100 mg Vitamin C sollten erwachsene Menschen pro Tag mindestens zu sich nehmen, Kinder mindestens 80 mg. Die Einnahme von besonders viel Vitamin C empfiehlt sich zudem für Raucher und Schwangere: Während werdende Mütter etwa 110 mg pro Tag konsumieren sollten, sind es bei Rauchern sogar 150 mg. Mehr als 200 mg pro Tag sollte man allerdings nicht konsumieren, um Nebenwirkungen wie Verdauungsstörungen zu vermeiden. Eine tödliche Überdosis ist durch Vitamin C hingegen nicht möglich.

Vitamin D

Vitamin D dient in erster Line dazu, unsere Knochen zu stärken. Es kommt nicht nur in Lebensmitteln wie Eier, Käse und Fisch vor, sondern erreicht unseren Körper auch über das Sonnenlicht. Eine natürliche Überdosierung durch Vitamin D ist nahezu ausgeschlossen, da unser Körper die Produktion dieses Vitamins infolge eines längeren Aufenthalts in der Sonne automatisch herunterfährt – die genannten Lebensmittel enthalten darüber hinaus nur sehr überschaubare Mengen an Vitamin D.

Aufpassen sollte man aber unbedingt bei der Einnahme von Vitamin D-Präparaten, die der Körper eines gesunden Menschen nicht benötigt: Konsumiert man über einen längeren Zeitraum hinweg mehr als 0,1 mg Vitamin D pro Tag, trägt dies zu einer erhöhten Kalziumkonzentration im Blut bei. Mit dramatischen Folgen: Ein stark erhöhter Kalziumspiegel kann zu einer starken Beeinträchtigung der Nieren führen, wodurch die betroffene Person in ein sogenanntes Kalziumkoma fallen kann – dieses kann im schlimmsten Fall tödlich enden.

Vitamin E

Vitamin E dient dazu, die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken, wodurch u.a. das Krebsrisiko massiv gesenkt wird. Es ist vor allem in Nüssen, aber auch in natürlichen Pflanzenfetten enthalten. Die empfohlene Tagesration an Vitamin E liegt zwischen 12 und 15 mg bei Männern und 11 bis 12 mg bei Frauen, bei Kindern sind sogar 8 bis 13 mg empfehlenswert. Auch die Einnahme von Vitamin-E-Präparaten gilt als unbedenklich, insofern man hierbei nicht die Maximalmenge von 300 mg pro Tag überschreitet: Dies kann schnell zu Nebenwirkungen wie Verdauungsstörungen, Übelkeit, Müdigkeit oder einer erhöhten Blutungsneigung führen.

Vitamin K

Vitamin K ist ein eher unbekanntes Vitamin, das aber in vielen Lebensmitteln wie Spinat, Petersilie oder Speisequark enthalten ist. Die empfohlene Tagesration dieses Vitamins, welches eine wichtige Rolle bei der Gerinnung unseres Bluts übernimmt, liegt zwischen 0,06 bis 0,08 mg bei Erwachsenen und 0,01 mg bei Kindern. Doch Achtung: Eine Überdosierung Vitamin D kann gravierende Nebenwirkungen in Form einer Auflösung der roten Blutkörperchen sowie einer damit zusammenhängenden Thrombose mit sich führen. Auch lebensbedrohende Blutungen treten im Zusammenhang mit einer Überdosierung oft in Erscheinung, sodass man auf Vitamin K-Präparate lieber verzichtet.

Hand aufs Herz: Hätten Sie gewusst, dass ein erhöhter Konsum von Vitaminen derartig gravierende Folgen wie im Fall von TJ und im schlimmsten Fall sogar den Tod mit sich führen kann?