10 exotische Hunderassen

Deutscher Schäferhund, Boxer und Affenpinscher aufgepasst, die globale Konkurrenz schläft nicht und hält bereits vermehrt in Deutschland Einzug. Doch manche der exotischen Hunde sind noch relativ unbekannt, höchste Zeit, diese kennen zu lernen. Neun von den zehn exotischen Hunderassen haben einen begehrten Platz in der Liste der FCI-Hunderassen erhalten. Die Fédération Cynologique Internationale, kurz FCI, setzt sich ein, dass es sämtlichen Hunderassen wohlergeht. Dazu nutzt sie das Wissen aus der Kynologie. Hier 10 exotische Hunderassen.

Chinesischer Schopfhund ‒ klein und am liebsten nackt

Chinesischer Schopfhund
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Zwischen 23 und 33 Zentimeter und bis zu fünf Kilogramm schwer, wird der aus China stammende „Wächter, der Schätze“. Der Hund unterscheidet sich in zahlreiche Varietäten, unter anderem aufgrund seiner Hautfarben sowie der unterschiedlichen Haarpracht: Einmal ganz ohne, dann mit Haaren auf Kopf und Beinen oder mit einer Beharrung am ganzen Körper. Vom Aussehen unabhängig sind alle Schopfhunde auf ihre/n Besitzer/in fixiert sowie scheu und wachsam fremden Menschen gegenüber. Ein verspielter, aufgeweckter Begleiter.

Thai Ridgeback ‒ großartiger Springer, hasst Zwänge

Thai Ridgeback
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Der Thailand Ridgeback ist ein kraftvolles Muskelpaket, dessen liebevolle, aber auch resolute Erziehung, bereits als Welpe beginnen sollte. Bloß mit Druck erreicht der Hundehalter keine Fortschritte. Ridgeback nennt sich der am Rücken befindliche Streifen, auf dem die Haare in die entgegengesetzte Richtung verlaufen. Im Osten von Thailand als Jagdhund eingesetzt, ist der Thai wendig und schnell. Mit Vorliebe lotet er seine Grenzen aus, deswegen benötigt er eine/n selbstbewussten „Anführer/in“.

Do Khyi ‒ der Hirtenhund aus dem Himalaja

Do Khyi
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Der gewichtige, flauschige Hund aus Tibet, gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt. Das schwarze, goldene oder blaue Fell besitzt teilweise auch wunderbare Schattierungen. Für die perfekte „Badehosenfigur“ im Sommer, verliert er im Frühjahr jede Menge Fell. Der treue, angepasste Begleithund, der lange Wanderungen liebt, ist auch als Tibet Dogge bekannt. Er integriert sich unkompliziert in ein harmonisches Familienleben, solange er viel Aufmerksamkeit erhält, damit er sich nicht langweilt.

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Azawakh ‒ afrikanischer Windhund, mit elegantem Auftreten

Azawakh
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Ein schmaler, feingliedriger Körperbau sowie die straff anliegende Haut, mit kurzem Haar ausgestattet, zeichnen den Azawakh aus. In den heißen, trockenen Gebieten der Sahara begleitet er die Nomaden, als Jagdhund und/oder als Aufpasser für die mitgeführten Tierherden. Mit seiner innewohnenden Dominanz und Sensibilität eignet er sich besonders für Individualisten, die ihn konsequent erziehen. Das ergibt dann ein gutes Team, für ausgiebige Fahrradtouren oder zum gemeinsamen Joggen.

Bedlington Terrier ‒ mutiges, unerschrockenes „Schaf“

Bedlington Terrier
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Aus Nordengland stammt der ungefähr vierzig Zentimeter groß werdende Hund, dessen unverkennbare Merkmale das gelockte Fell, der geschmeidige Hals und der drahtige Körper sind. Im 19. Jahrhundert verrichtete der Bedlington gute Dienste im Bergbau, indem er auf Rattenjagd ging. Temperamentvoller Familienhund, lässt sich gut erziehen und bevorzugt ausreichend Bewegung und abwechslungsreiches Spielen.

Peruanischer Nackthund ‒ nationales Kulturgut in Peru

Peruanischer Nackthund
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Der in drei verschiedene Größen unterscheidbare Nackthund gehört zu den Urtyp Hunderassen. Allergiker können bedenkenlos mit ihm eine Wohnung teilen, denn durch das fehlende Fell, ist er sehr pflegeleicht. Gesellig und aufgeweckt passt er sich vorzüglich an seine Umgebung an, ein kraftvoller Begleithund, der sich auf ein enges Verhältnis mit seinem Besitzer einlässt.

Puli ‒ der ungarische Schäferhund, mit viel Wolle im Gepäck

Puli
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Kennzeichnend für diese Hunderasse, die rund 45 Zentimeter Schulterhöhe erreicht, ist das in Schnüren fallende Fell. Dieses schützt den Puli optimal, bei schlechtem Wetter, wie Nässe und Kälte. Er ist ausgesprochen gelehrig, lebhaft sowie unermüdlich. Lautstark verteidigt er sein Revier beziehungsweise seine „Herde“. Ein freundlicher Familienhund, der bei falschen Anschuldigungen, auch stundenlang beleidigt, in einer stillen Ecke, ausharren kann.

Louisiana Catahoula Leopard Dog ‒ beeindruckender Jagdhund, vielseitig einsatzbereit

Louisiana Catahoula Leopard Dog
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Statt in der Liste des FCI, findet sich der Louisiana Catahoula Leopard Dog, in der Liste des United Kennel Club (UKC). Dieser Verein ist bereits in mehreren Ländern dieser Welt aktiv im Einsatz, für glückliche Hunde. Gleichzeitig ist der Catahoula der offizielle „Staatshund“ (State Dog) von Louisiana. Verschiedene Musterungen des kurzen Felles, unterschiedliche Augenfarben und bis zu 43 Kilogramm Gewicht, zeichnen Catahoulas aus. Ein toller Rettungshund, der auch als Spürhund oder Wachhund einzigartig seinen Dienst verrichtet. Vorausgesetzt, dass eine gute Beziehung zwischen ihm und seiner Bezugsperson besteht. Liebend gern beschnuppert er seine Umgebung.

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Dogo Argentino ‒ unerschrockener Jagdhund aus Argentinien

Dogo Argentino
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Doch bei der richtigen Erziehung ist er auch ein ausgezeichneter Wach- und Familienhund. Aggressives Verhalten seitens des Hundes gilt es von Anfang an konsequent zu begegnen. Der Dogo kann bis 70 Zentimeter groß werden und wird daher in seiner Heimat auch bei der Großwildjagd eingesetzt. Dabei stellt es kein Problem dar, dass er mit mehreren Hunden zusammenarbeiten muss. Wichtig für die Erziehung, zu einem friedlichen Haushund, ist die Sozialisation. Am besten harmoniert er mit aktiven, sportlichen Menschen, die ihm konsequent Grenzen setzen.

Kaukasischer Owtscharka ‒ russischer Hirtenhund, der bevorzugt im Freien nächtigt

Kaukasischer Owtscharka
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Sein kräftiger Körperbau, die Fähigkeit, sich jeder Witterung anzupassen und sein anspruchsloses Wesen zeichnen den Owtscharka aus. Deswegen bevorzugt er auch eine große freie Fläche im Garten, bloß keinen Zwinger, auf der er sich aufhalten kann. Ein verlässlicher Wachhund, für die Villa oder das allein stehende Haus, der unerwünschten Besuchern den Eintritt verwehrt und sich diesbezüglich auch nicht bestechen lässt. Ein selbstbewusster Hund, der eine klare, autoritäre Führung bevorzugt.