Die 10 schlimmsten Foltermethoden

Die Anwendung von Foltermethoden war viele Jahrhunderte lang gängige Praxis und ist bereits aus der Antike und dem frühen Mittelalter überliefert. Gerade im Mittelalter, zur Zeit der Hexenverfolgung und der Inquisition, war Folter das Mittel der Wahl um Geständnisse zu erzwingen, „überführte“ Verbrecher zu strafen oder sogenannte Gottesurteile herbeizuführen. Dabei wurden Foltermethoden teils öffentlich angewandt, die ein kaum vorstellbares Maß an Brutalität und Grausamkeit zeigten. Heute ist die Folter offiziell international geächtet. Die zehn schlimmsten Methoden, die Folteropfer vergangener Tage ertragen mussten, sind hier beschrieben.

Die Streckbank

Streckbank
Credit: commons.wikimedia.org

Diese Folterbank ist so etwas wie der Inbegriff der zur „Wahrheitsfindung“ eingesetzten Foltermethoden. Deren Ziel war es, Geständnisse und Informationen von den Opfern zu erhalten, dementsprechend führten sie nicht oder nicht schnell zum Tod.
Die Streckbank ist hierbei eine grundlegende Einrichtung und Anwendung, die oftmals in Kombination mit verschiedenen wechselnden Praktiken angewandt wurde. Es wurden die Arme mit Seilen an einer Spannvorrichtung befestigt, während die Beine fest fixiert wurden. Die Spannvorrichtung wurde dann sukzessive gespannt, mit der Konsequenz, dass Gelenke überdehnt und ausgerenkt wurden.

Die Judaswiege

Judaswiege
Credit: commons.wikimedia.org

Bei dieser Foltermethode wurde das nackte Folteropfer an Seilen aufgehängt und langsam auf die Spitze eines pyramidenförmigen Foltergerätes herabgelassen. Dabei wurde der Anus gespreizt, bis Risse das umliegende Gewebe, insbesondere die Haut und den Darm, durchzogen. Selbst wenn die Folter nicht direkt zum Tode führte, überlebten die wenigsten Menschen die weiteren Folgen: Hygiene gehörte generell nicht zu den Themen, welche die Menschen im Mittelalter bewegten. Auch die Reinigung von Foltergeräten wurde bestenfalls nachlässig erledigt. So waren Infektionen bei den Überlebenden die Regel und nicht selten starben sie im weiteren Verlauf daran.

Schlafentzug

Schlafentzug müde
Credit: Africa Studio/Shutterstock.com

Nicht gut schlafen zu können wird spätestens nach wenigen Tagen sehr unangenehm. Wie es den Opfern der Foltermethoden erging, die den Entzug von Schlaf beinhalteten, ist dennoch kaum vorstellbar. Eine gängige Anwendung bei der Inquisition war die Ketzergabel. Am Hals des Delinquenten wurde ein Metallstab festgebunden, welcher an beiden Enden spitze Zinken besaß. Dieser Stab – die Ketzergabel – wurde so positioniert, dass die oberen Zinken in die Unterseite des Kinns drückten, während die unteren Zinken in den Brustkorb stachen.

In der Ausgangsposition musste der Kopf nach hinten in den Nacken durchgedrückt werden und die Gabelzinken lagen an der Haut an, verletzten sie aber nicht. Auf Knien harrte der Gefangene aus, bis die Müdigkeit zunahm. Überwältigte der Schlafentzug den als Ketzer denunzierten, senkte sich sein Kopf Richtung Brust. War er bereits derart übermüdet, dass ein erneutes Aufschrecken und Erwachen unterblieb, spießte er sich selbst mit der Gabel auf und starb in vielen Fällen an den Folgen.

Gottesurteil durch Ertränken

Ertränken
Credit: commons.wikimedia.org

Insbesondere während der Zeit der Hexenverfolgung wurden Gottesurteile als Beweis der Schuld oder Unschuld einer der Hexerei bezichtigten Verdächtigen herangezogen. Eine besonders paradoxe Variante war hierbei das Ertränken. Die Verdächtige wurde gefesselt und in einen Fluss geworfen. Eher unpraktisch dabei: Ertrank die angebliche Hexe, galt sie zwar als unschuldig, war aber tot. Tauchte sie auf und ertrank nicht, war sie nach damaligem Glauben der Hexerei überführt und wurde dementsprechend zum Tode verurteilt.

Auch interessant:  Die 10 dümmsten Verbrecher der Welt

Das Pfählen

Pfählen
Credit: commons.wikimedia.org

Diese, vor allem im 15. Jahrhundert sehr beliebte, Art der Bestrafung ist eine sehr schmerzhafte, tödliche und langsame Foltermethode. Hierbei wurde ein Pfahl in den Anus des Opfers eingeführt. Dieser stabile Holzpfosten wurde danach senkrecht aufgestellt, sodass das eigene Körpergewicht das Opfer Stück für Stück herabdrückte. Dabei drang der Stab unter größten Schmerzen immer weiter in den Körper ein. Der Pfahl war stumpf, um zu verhindern, dass dieser Vorgang schnell fortschreitet. Auf diese Weise wurde das unvorstellbare Leid der zu dieser Strafe Verurteilten auf mehrere Stunden oder sogar einige Tage ausgedehnt.

Die Zwangshaltung

Zwangshaltung käfig
Credit: DnDavis/Shutterstock.com

Zwangshaltungen in den kreativsten Varianten waren in vielen Kulturkreisen sehr beliebt. Dabei wurden die Folteropfer beispielsweise in kleine Räume oder Käfige gesperrt, die zu niedrig zum Stehen und zu kurz zum Liegen waren. So konnte der Eingesperrte keine bequeme Haltung einnehmen. Schmerzende Gelenke und Muskeln waren die Folge, ebenso wie eine psychische Belastung durch die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. In den schärfsten Formen wurden die Menschen in einer möglichst unbequemen Haltung – etwa Hocken – derart fixiert, dass keine Bewegung mehr möglich war. Dabei starben teilweise Gliedmaßen aufgrund von mangelnder Durchblutung ab, die Schmerzen in Gelenken waren grausam.

Die Bambusfolter

Bambusfolter
Credit: commons.wikimedia.org

Die Bambusfolter ist eine vor allem aus Asien überlieferte, Praktik, die mindestens bis zum zweiten Weltkrieg Anwendung fand. Es existierten zwei Varianten, von denen die eine oft zum Tode führte und die andere immer.
Die Alternative, die eine gewisse Überlebenschance bot, wurde wie folgt durchgeführt:
Das Folteropfer wurde liegend über einem noch nicht ganz aus der Erde gewachsenen Bambussprössling auf der Erde festgebunden.

Bambus wächst mehrere Zentimeter pro Tag, und das auch gegen größere Widerstände – wie beispielsweise menschliches Gewebe. Dementsprechend wuchs der Bambus in den Körper des Opfers hinein und durch ihn hindurch. Damit gingen fruchtbare Qualen einher und wenn lebenswichtige Organe oder große Blutgefäße zerstört wurden, starb das Folteropfer. Auch Infektionen konnten hierbei einen etwas späteren Tod zur Folge haben.
In der zweiten Variante wurde der Mensch auf einem Stuhl fixiert, der entweder ein Loch hatte oder nur einen Rahmen, statt einer Sitzfläche. Hierbei wurde ein junger Bambusspross in den Anus eingeführt, von wo aus er beim Wachsen seinen Weg durch den Körper nahm. In der Regel wurden hierbei lebenswichtige Organe verletzt und der Tod trat nach einigen Tagen oder wenigen Wochen ein.

Das Zerquetschen: Spanischer Stiefel, Daumen- und Schädelschraube

Zerquetschen
Credit: commons.wikimedia.org

Daumenschrauben gehören zu den heute noch bekanntesten Folterwerkzeugen und kommen sogar noch in heute gängigen Redensarten vor. So bedeutet zum Beispiel „die Daumenschrauben anzuziehen“, jemanden unter Druck zu setzen.
Auch die buchstäblichen Daumenschrauben hatten ebendiesen Zweck: Den Druck auf einen Verdächtigen zu erhöhen, um ein Geständnis zu erzwingen. Die Daumenschrauben waren Metallschraubzwingen, die Zug um Zug fester angezogen wurden. Das Gewebe und die Knochen in den eingespannten Daumen oder Fingern wurden langsam und unter größten Schmerzen zerquetscht. Auch für andere Körperteile gab es derartige Vorrichtungen, so zum Beispiel den „Spanischen Stiefel“, der für das Zerquetschen von Beinen und Füßen genutzt wurde. Auch die Schädelschraube wurde nachweislich angewandt. Unter großem Kraftaufwand des Folterknechtes und unsagbaren Qualen des Gefolterten wurde mittels einer helmförmigen Schraubzwinge der Schädel des Opfers langsam zermalmt.

Auch interessant:  Die 10 teuersten Katzenrassen

Das Rädern

Rädern
Credit: commons.wikimedia.org

Das Rädern war die wahrscheinlich brutalste Foltermethode. Diese fand vor allem bei Mördern und Räubern Anwendung. Den Verurteilten wurden hierbei mittels eines Richtrades die Wirbelsäule, Arme und Beine zertrümmert. Unter dem Körper des zu Strafenden wurden Keile gelegt, die das Zersplittern der Knochen förderten. Je nach festgestellter Schwere der Schuld gab es dabei eine unterschiedliche Anzahl und Abfolge der Schläge.

Bei geringem Strafmaß wurden zum einen weniger Schläge durchgeführt, zum anderen gab es manchmal Gnadenschläge auf den Kopf oder das Herz, wobei der Tod schnell eintrat. Bei etwas höherem Strafmaß wurde zunächst die Wirbelsäule zertrümmert, und erst danach die Arme und Beine. So spürte der Verurteilte die Schläge auf Arme und Beine meist nicht mehr, da er bereits querschnittsgelähmt war. Bei schwerer Schuld wurden viele Schläge ausgeübt und bei den Beinen mit der Folter begonnen, um im Anschluss die Arme zu brechen.

In jedem Fall wurde der zertrümmerte Körper, sei es lebend oder tot, in ein großes Rad geflochten. Das war aufgrund der zertrümmerten Knochen problemlos möglich. Dort wartete der Gefolterte auf den Tod bzw. die Leiche auf hungrige Raubtiere, die sich am Fleisch gütlich tun durften, denn ein Begräbnis fand nicht statt. Besonders glücklose Opfer lebten noch, wenn bereits erste Vögel sich am sterbenden Körper labten.

Das Hängen und Vierteilen

Hängen und Vierteilen
Credit: commons.wikimedia.org

Die schlimmste Foltermethode – das Hängen und Vierteilen – wurde als Strafe für Hochverrat verhängt. Hierbei wurde das Folteropfer zunächst gehängt, allerdings so vorsichtig, dass das Genick dabei nicht brach, und so kurz, dass der Mensch gerade so eben nicht erstickte. Daran anschließend wurde eine Kastration durchgeführt und die Geschlechtsorgane vor den Augen des Hochverräters verbrannt. Danach begann das Ausweiden des Verurteilten, was bedeutete, dass innere Organe bei lebendigem Leib entfernt wurden.

Gekrönt wurde diese öffentliche Praxis vom Vierteln: Jeweils ein Arm beziehungsweise Bein wurde mittels eines Seiles an eines von vier Pferden festgebunden. Die Pferde wurden in 4 verschiedene Richtungen getrieben und rissen den Menschen so auseinander. Zum Abschluss wurde den menschlichen Überresten zusätzlich der Kopf abgetrennt.

Werbung
Selbstoptimierung mit Biohacking: Steigere deine Leistungsfähigkeit und Motivation
Biohacking ist ein gesellschaftlicher Trend mit einer riesigen Bandbreite an Themengebieten. Ursprünglich aus den USA kommend, wo es zahlreiche Anhänger gibt, setzt sich Biohacking inzwischen weltweit durch und stößt auch in Deutschland auf großes Interesse.

Letzte Aktualisierung am 16.12.2018
Affiliate Link