Die nerdigsten Restaurants der Welt

Die nerdigsten Restaurants der Welt

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Wer träumt nicht davon für einen Abend einfach mal in seinen Lieblingsfilm oder sein Lieblingsspiel einzutauchen und alle Probleme hinter sich zu lassen?

Manche Restaurantbesitzer haben diesen Traum so wörtlich genommen, dass sie sich bei der Einrichtung von ihren Helden haben inspirieren lassen. Hier kochen vielleicht nicht die besten Köche der Welt (die auf diesem Blog aufgelistet werden), aber dafür mit den besten Zutaten: Kreativität, Fantasie und Liebe – von Fans für Fans.

Met und Pasteten aus Westeros

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Das Team hinter The Pop Up Geeks haben sich darauf spezialisert unsere Lieblingsserien in Restaurants zu verwandeln. In ihrem Shop in Edinburgh, Schottland, wird die Deko regelmäßig ausgetauscht; alle paar Monate wechselt das Thema. So hielten in der Vergangenheit zum Beispiel schon das beliebte Spiel Fallout, Cartoon-hit Rick & Morty oder die apokalyptische Welt aus The Walking Dead als Kulisse her.

Passend zum Start der 7. Staffel der zur Zeit beliebtesten Serie der Welt, „Game of Thrones“, kann man im „Blood & Wine“ jetzt den perfekten GoT-Abend verbringen. Die Einrichtung erinnert an die mittelalterlichen Tavernen aus der Serie, Replikate von valyrischen Schwertern und Schilder mit Schattenwolf-Prägung, sowie Banner, auf denen „Winter is coming“ („Der Winter naht“) steht, sorgen für eine schaurig-realistische Stimmung. Die Inhaber haben viel Zeit und Mühe darin investiert jedes Detail, bis hin zum Horn-Becher, so original-getreu wie möglich zu gestalten.

Aber bitte ohne Schlacht

Sorge davor, dass das Dinner in einer blutigen Katastrophe enden könnte, muss man aber ausnahmsweise nicht haben. Das Menü bietet nur „das feinste, was die sieben Königslande zu bieten haben“ und die einmalige Chance, endlich Sansas Zitronenküchlein zu probieren. Oder, wer es gerne etwas exotischer mag, auch Frey Pie (der ganz köstlich aussieht und garantiert nur Schweine-Speck enthält!). Passend dazu werden berühmte Drinks der TV-Serie serviert, wie zum Beispiel dornischer Wein (mit 100% dornischen Kirschen), Myrisches Feuer (Weißwein mit Chili und Tomaten) oder Black Tar Rum.

Dass die Bar in Edinburgh aufgemacht hat, passt gut zur Geschichte: Autor George RR Martin hat in einem Interview erzählt, dass die berühmte „Red Wedding“ Szene an einem wahren historischen Event inspiriert sei, dem so genannten „Black Dinner“ – und das fand 1440 im Edinburgh Castle statt.

Wer jetzt einen Abend in Westeros bester Kneipe verbringen möchte, muss sich jedoch beeilen. Im September wird umgebaut, um dann die Fans der Serie „Stranger Things“ glücklich zu machen… vielleicht mit Eggo Waffeln?

Kanadas Winkelgasse

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In Toronto (und seit kurzem auch in Montréal) gibt es eine Bar mit dem wundervollen Namen „The Lockhart“, in der auch endlich wir Muggel mal Butterbier und Schokofrösche probieren können – für jeden Harry Potter ein wahr gewordener Traum.

Dobby-Figuren, etliche Portraits an der Wand und der geschmierte Hinweis auf dem Spiegel im WC, „dass die Kammer des Schreckens wieder geöffnet wurde“, schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Dazu werden Tränke und Elixiere serviert, die magische Namen, wie „Owl Post“ (mit Kirsch Vodka, Zitrone, Tonic und, laut Website, dem Hogwarts Annahme-Brief) oder Gin Weasley (natürlich mit Gin, Triple Sec und Orange) tragen. Die mutigsten Zauberer trauen sich vielleicht auch an den „Dementoren Kuss“, ein Cocktail, der mit 13 verschiedenen Chilli Sorten zubereitet wird – nur für fortgeschrittene Magier zu empfehlen.

Bei regelmäßigen „Magic Nights“ kann man im „The Lockhart“ bei einem Quiz sein Harry-Potter-Wissen unter Beweis stellen oder einem echten Zauberkünstler zusehen während man an seinem „Fantastic Beets Salad“ sitzt und hofft, nie wieder in die Welt der Muggel zurück kehren zu müssen.

Spiele-Abend

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Fans von Video-Spielen zieht es vielleicht in eines dieser Restaurants, in denen man Spielen und Essen verbinden kann. Wie zum Beispiel in Chongqing, China, wo es das „Demacia“, das erste League-of-Legends-Restaurant, gibt. Alle Gerichte sind nach Charakteren des Spiels benannt, es gibt ein Skarner-Menü mit frittierten Skorpionen, verkleidete Kellner und – natürlich – die Möglichkeit League of Legends zu spielen.

Ganz groß darin, aus jedem Fandom ein Geschäft zu machen, ist Japan, wo es zu so ziemlich allem ein passendes Café mit Merch-Shop und Cosplayern gibt. Alice in Wonderland, Hello Kitty, Pokemon, Moomin, Final Fantasy, Snoopy… die Liste ist lang und verrückt, aber das merkwürdigste Café ist sicherlich das Biohazard Restaurant in Tokyo. Fans vom Resident Evil Universum können sich dort von knapp bekleideten Kellnerinnen Kuchen, der wie ein blutiges Gehirn aussieht, und G-Virus-Drinks bringen lassen. Nichts für schwache Mägen.

Wer mehr auf old-school Spiele steht, dem wird „Level 257“ in Schaumburg, USA, gefallen. Das Restaurant im Pac-Man-Stil, mit dem Motto „Pixels, Pints, Plates“, bietet jede Menge Spielautomaten, die von Klassikern wie Space Invaders, über Ms. Pac-Man hin zu high-tech multiplayer Simulatoren reichen. Die Idee dabei ist, die Gäste dazu zu animieren, wieder mehr zusammen zu spielen, anstatt alleine vor der Konsole zu hocken. Eine „social gaming lounge“ und Essen, das „dafür gemacht ist, geteilt zu werden“ soll dabei helfen neue Kontakte zu finden und zusammen Spaß zu haben – ohne dabei verurteilt zu werden, als Erwachsener noch gerne zu spielen.

Hunger bekommen?

Und Lust jetzt gleich noch mal alle Harry Potter Filme im Marathon zu gucken? Wer nicht mal eben auf die andere Seite der Welt fliegen möchte, kann aber auch einfach zuhause ein Gericht aus der eigenen Lieblingsserie kochen (zum Beispiel nach Anleitung von Youtube-Koch „Binging with Babish“, der sich auf Rezepte aus Film und Fernsehen spezialisiert hat) und dann auf der Couch vor Netflix futtern. Und falls man doch mal die Chance haben sollte in eines der tollen Themen-Restaurants zu gehen: unbedingt vorher reservieren! Sonst könnte es vorkommen, dass man keinen Platz mehr findet.

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