Die 10 gefährlichsten verlassenen Orte

Es existieren Plätze auf der Welt, um die sollte man lieber einen großen Bogen machen. Egal ob durch Naturkatastrophen, Atomunglücke oder Feuerbälle bedingt – die nachfolgenden zehn Regionen gelten nicht ohne Grund als die verlassensten und gefährlichsten Orte der Welt. Heute zeigen wir euch die gefährlichsten verlassenen Orte!

Plymouth – Heimat eines Vulkans

Plymouth
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Kaum zu glauben, dass einer der gefährlichsten Orte auf der Welt zugleich die offizielle Hauptstadt der Karibikinsel Montserrat darstellt. Plymouth wurde ab 1995 von vielfachen Ausbrüchen des Vulkans Soufrière Hills heimgesucht, infolge derer ein Großteil der Anwohner die Stadt fluchtartig verließen. Nur zwei Jahre später war der Ort vollkommen zerstört und darf seitdem nicht mehr betreten werden. Auch wenn der Hafen seit 2012 wieder unter bestimmten Bedingungen in Betrieb genommen werden darf, ist bereits eine Ablösung Plymouth als Hauptstadt in Planung.

Die verlassene Insel der Wiedergeburt

insel der wiedergeburt
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2002 trocknete im Aralsee eine Insel aus und entwickelte sich im Laufe der nächsten Jahre zu einem Teil des usbekischen Festlandes. Experten ist dieses Gebiet heute als die sogenannte Insel der Wiedergeburt bekannt, die dem sowjetischen Militär ab 1948 als Forschungslabor für biologische Waffen diente. Auch wenn das Labor inzwischen längst aufgelöst wurde, ist dort noch heute von einer gefährlichen Verseuchung auszugehen. So besteht die beständige Gefahr, dass auf der Insel der Wiedergeburt vorkommende Reptilien tödliche Krankheitserreger in das Land bringen können.

Ropoto – Das schrägste Dorf in Griechenland

Ropoto
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Vor vielen, vielen Jahren war das griechische Dorf Ropoto ein kleines, aber feines Örtchen für rund 1.200 Bewohner Griechenlands. Jedoch verwandelte sich die gemütliche Idylle infolge zahlreichreicher Erdrutsche ab 2012 zu einer verlassenen Geisterstadt. Keine Schulen, eingestürzte Häuser und unglaublich schiefe Gebäude – das ist die Bilanz des Naturstreichs, der Ropoto in den letzten Jahren mehrmals heimsuchte. Heute verschlägt es daher kaum noch Einwohner oder Touristen in das Dorf, da die beständige Gefahr weiterer Erdrutsche in den Köpfen der Menschen weiterlebt.

Picher – Die aufgegebene Stadt

Picher
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Zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges wohnten noch etwa 16.000 Seelen in der US-amerikanischen Stadt Picher in Oklahoma. Doch als Mittelpunkt eines ökologischen Notstandsgebiets wurde Picher aufgrund gefährlicher Schwermetallbelastungen unbewohnbar. Daraufhin verließen zahlreiche Einwohner die Stadt, woraufhin Picher nur noch rund 1.000 Menschen sein Eigen nennen konnte. Nach einem verheerenden Tornado 2008 schrumpfte die Bewohnerzahl noch weiter, was das endgültige Aus der Stadt und eine Evakuierung dieser bedeutete.

Der tödlichste See der Welt: Der Karatschai-See

Karatschai-See
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Von einem Bad im Wasser des Karatschai-Sees sollte man besser Abstand halten. Denn der im Ural gelegene See gehört nicht unbegründet zu den gefährlichsten Orten der Welt. Ab 1951 diente er der Sowjetunion als Lagerungsort für radioaktiven Abfall und enthält somit auch noch heute eine tödliche Strahlungsbelastung. Jeder Besucher eines der wohl am stärksten verschmutzten Plätze der Erde sollte sich daher über das Risiko einer akuten Strahlenerkrankung bewusst sein.

Gilman – Die Geisterstadt Colorados

Gilman
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Beim ersten Anblick Gilmans lässt noch nichts darauf schließen, dass dieser Ort einmal tausenden Amerikanern ein zu Hause war. Lediglich eine Hand voll zerfallener Häuser – das ist alles, was von einer der reichsten Minen Colorados übrig geblieben ist. Grund hierfür ist der Massenabbau von Zink und Blei, der trotz Umweltschutz in den letzten Jahrzehnten unkontrolliert weitergeführt wurde. 1984 griff die Umweltschutzbehörde endlich ein. Gilman ist seitdem eine verlassene Geisterstadt, die nicht mehr betreten werden darf und offiziell nicht mehr existiert.

Die Katastrophe von Fukushima

Fukushima
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Als am 11.03.2011 ein Erdbeben der Stärke 9 die Küste Japans erschütterte, ahnt noch keiner das unglaubliche Ausmaß der Naturkatastrophe. Doch der durch das Beben erzeugte Tsunami führte eine Kernschmelze im Kernkraftwerk Fukushima herbei. Inzwischen hat die japanische Regierung die gesamte Region um den havarierten Reaktor zur dauerhaften Sperrzone deklariert. Die ehemaligen 80.000 Bewohner des Gebietes geben jedoch die Hoffnung nicht auf, eines Tages in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen. Doch Vorsicht! Jeder, der die gefährliche Zone unbefugt betritt, wird verhaftet.

Ein trauriges Opfer Tschernobyls – Prypjat

Prypjat
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Das Reaktorunglück Tschernobyls gilt wohl als eine der größten Katastrophen aller Zeiten. Eines der zahlreichen Opfer des Unglücks stellt die Stadt Prypjat dar, welche infolge des Kernkraftwerkunfalls geräumt werden musste. Rund 50.000 Menschen verloren dabei ihre Heimat, die heute einer Geisterstadt ähnlich kommt. Die neu errichtete Stadt Slawutytsch diente den ehemaligen Bewohnern Prypjats anschließend als Ersatz für ihren ehemaligen Wohnort.

Atomwaffentestgelände Semipalatinsk – Ein gefährliches Sperrgebiet

Semipalatinsk
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In den Tiefen Kasachstans liegt das ehemalige Atomwaffentestgelände Semipalatinsk, auf dem über Jahrzehnte Tests für Atombomben durchgeführt wurden. Insgesamt sind hier fast 500 Waffen gezündet worden. Auch wenn das Gelände inzwischen als Sperrgebiet gilt, sind die vielzähligen Tunnel und Stollen einer der gefährlichsten Orte der Welt praktisch für jeden zugänglich. Waghalsige Touristen sollten sich jedoch stets über die mit einem Besuch verbundenen Risiken im Klaren sein. So leiden die Bewohner benachbarter Ortschaften nicht grundlos übermäßig häufig an diversen Krebserkrankungen.

Centralia – Die brennende Stadt Pennsylvanias

Centralia
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Kaum ein Ort verlor in kurzer Zeit so viele Einwohner wie es die Stadt Centralia tat. Von 2.500 Menschen blieben im Jahre 2010 gerade einmal zehn Bewohner übrig. Grund für die schwindende Bevölkerung ist ein verheerender Kohlebrand unterhalb der Stadt, der das gesamte Gebiet fast unbewohnbar machte. Auch wenn die übrigen Einwohner ein Wohnrecht auf Lebenszeit besitzen, werden die Brände Schätzungen zufolge noch bis zu 200 Jahre bestehen. Eine Bekämpfung des Feuers wurde inzwischen aufgegeben.

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