Die 5 gefährlichsten Gewässer der Welt

Die 5 Gefährlichsten Gewässer der Welt

citarumQuelle: MNN galleries

Nur 29% der Erdoberfläche wird von Landflächen eingenommen. Dagegen sind 71% mit Wasser bedeckt. Daher wird die Erde auch „der blaue Planet“ genannt. Einige Gewässer können uns schaden, krank machen oder sogar umbringen. Heute. Die 5 Gefährlichsten Gewässer der Welt

5 Somalias Küste (Indische Ozean)

Rund tausend Piraten operieren von der Küste Somalias aus im Indischen Ozean und im Roten Meer. Die Menschen sind so arm, dass sie gezwungen sind, aufs Meer zu fahren und Schiffe mit Sturmwaffen zu überfallen, um Geld und Nahrung zu erbeuten. Die Piraten bevorzugen Containerschiffe und Frachtschiffe, da sie eine niedrige Bordwand haben und vergleichsweise sehr langsam fahren. Ein Kreuzfahrtschiff ist viel schneller und wendiger. Somit sind Kreuzfahrtschiffe der bessere Schutz vor Piraten. Den Kapitänen ist es meistens gelungen, den Piraten mit Höchstgeschwindigkeit davonzufahren. Das Erklettern der hohen Bordwand fällt den Piraten ebenfalls sehr schwer. Zur Verteidigung haben einige Schiffe Hochdruck-Wasserkanonen beziehungsweise den Wasserstrahl aus Feuerwehr-Schläuchen.

4 Citarum

Citarum Fluss in Indonesien, der am stärksten verschmutzte Fluss der Welt. Haushaltsmüll an der Oberfläche, im Wasser darunter schwimmen Chemikalien und Abfälle aller Art. Rund 2.000 Fabriken leiten ihre Industriegifte in den Fluss ab und Anwohner entsorgen ihren Müll Tag für Tag im Fluss. Müllsammler fischen vor allem Plastikflaschen aus der stinkenden Brühe und verkaufen diese an Händler. Die Flaschen werden anschließend eingeschmolzen. Die Sammler verdienen somit täglich bis zu 20 Euro. Dabei sind sie giftigen Stoffen ausgesetzt und nicht selten finden sie auch Leichen.

3 Kiwusee

Der Kiwusee in Zentralafrika ist eine tickende Zeitbombe. Im See in 250m Tiefe sind gewaltige Mengen CO2 und Methan gelöst. In den letzten Jahren wurde eine deutliche Zunahme festgestellt. Wenn der Gasgehalt weiter zunimmt, könnte es zu einem gefährlichen Gasausbruch kommen. Ähnlich wie 1986 am Kameruner Nyos-See. Der See setzte schlagartig rund 1,6 Millionen Tonnen CO2 frei. Das Gas strömte in zwei naheliegende Täler und tötete Menschen und Tiere in bis zu 27 km Entfernung. Etwa 1700 Menschen und Tausende von Tieren starben. Hier am Kiwusee sind aktuell ca. Zwei Millionen Menschen gefährdet.

2 Jacuzzi der Verzweiflung (Brine Pool), Golf von Mexiko

Im Golf von Mexiko, in 1000 Metern Tiefe am Meeresgrund, stießen Forscher auf einen faszinierenden Unterwasser-See. Er hat einen Durchmesser von rund 30 Metern und ist fast 4 Meter Meter tief. Sie nennen diese Naturerscheinung „Jacuzzi der Verzweiflung“. Den Spitznamen gaben die Forscher diesem Salzsee, weil das Wasser darin mit 19 Grad viel wärmer ist als das angrenzende Meerwasser, das etwa 3 Grad hat.

Zudem ist dieser Salzsee so giftig, dass fast jedes Lebewesen, in diesem Unterwassersee stirbt. Krabben, die sich hierher verirrt haben sind gestorben und liegen nun am Meeresgrund. Grund dafür ist im Wesentlichen eine salzige Lauge, kombiniert mit Methan und Schwefelwasserstoff. Einzig einige kleinere Tiere, wie Muscheln, Würmer und Garnelen überleben in dem giftigen Gebräu. Erik Cordes war einer der Tiefseeforscher, der diese Todeszone im Meer entdeckt hat. „Das war eine der atemberaubendsten Entdeckungen, die wir je gemacht haben“, sagte er. „Als wäre man in einer fremden Welt“

1 Karatschai-See

Der Karatschai-See ist ein See im südlichen Ural in Russland. Er ist vermutlich der am stärksten verschmutze Ort der Welt. Zwischen 1949 und 1951 wurden atomare Abfälle aus der Atomanlage Majak in das Tetscha-Flusssystem entsorgt. Aufgrund der Strahlung traten massenhaft Schäden bei der Bevölkerung auf. Darunter: Lungenkrebs und Leukämie. Um es zu vermeiden wurden die Abfallströme in den Karatschai-See umgeleitet. Diese Praxis hielt 2 Jahre an. Um die Einleitungen in den See zu reduzieren wurden die Abfälle in Tanks deponiert. 1957 explodierte schließlich ein Tank bei der Katastrophe in der Kerntechnischen Anlage Majak. Laut russischen Wissenschaftlern riskiert jeder, der sich in der Nähe des Sees aufhält, eine akute Strahlenkrankheit.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here