Die 5 einzigartigsten Bäume der Welt

Einige Bäume sind fast genauso alt wie die Menschheitsgeschichte. Sie könnten zahlreiche Geschichten aus über tausend Jahren erzählen. Laut einer alten Weisheit sind Bäume ein sogenanntes heiliges Geschenk der Schöpfung. Im Folgenden werden die 5 einzigartigsten Bäume vorgestellt.

Der älteste Baum: Old Tjikko

Old Tjikko
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Bei dem ältesten Baum der Welt handelt es sich um keinen riesigen Mammutbaum oder um eine Eiche, sondern um eine kleine und eher unscheinbare Fichte. Der sogenannte Old Tjikko wächst in dem schwedischen Nationalpark Fulufjället in der Provinz Dalarna. Der Baum sieht nicht sehr alt oder spektakulär aus, dennoch ist er bereits um die 375 Jahre alt.

Das ungefähre Alter wurde mit einer sogenannten Radiokohlenstoffdatierung des Wurzelsystems ermittelt. Der Stamm selber ist nur einige hundert Jahre alt. Der Baum als Ganzes scheint aber bereits deutlich länger zu wachsen (ungefähr 9550 Jahre). Durch sogenannte Klonprozesse konnte er so lange überleben. Wenn sehr schwere Schneemassen die untersten Äste und Zweige auf den Boden drücken, schlagen diese Wurzeln. Mithilfe dieser sogenannten Absenker kann der Baum überleben und dann im nächsten Jahr erneut wachsen.

Der voluminöseste Baum: General Sherman Tree

General Sherman Tree
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Der sogenannte General Sherman Tree ist der voluminöseste Baum der Welt. Er steht im amerikanischen Sequoia-Nationalpark und zwar im Giant Forest. Er ist zwischen 1900 Jahre und 2500 Jahre alt und hat eine Stammhöhe von 83,8 Metern und einen sogenannten Brusthöhendurchmesser von 825 Zentimetern. Im Jahr 1975 wurde versucht, das Volumen des Baumes an unterschiedlichen Stellen zu bestimmen.

Die Messung ergab am Stamm einen Wert von 1489 Kubikmetern. Aus diesem Grund wird der General Sherman Tree auch als „größtes Lebewesen der Erde“ bezeichnet. Im Jahr 2006 verlor der Baum bei einem Wintersturm einen sehr großen Ast. Dieser stürzte auf die Absperrung und riss einen Krater in den Fußweg. Doch auch ohne den Ast bleibt der General Sherman Tree der voluminöseste Baum der Welt.

Am schnellsten wachsende Baumart: Eucalyptus deglupta

Eucalyptus deglupta
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Der Eucalyptus deglupta ist einer der wenigen Bäume der Gattung der Eukalypten, der auch außerhalb Australiens gedeiht. Er wächst bis zu 60 Meter oder sogar 80 Meter in die Höhe und erreicht dabei einen Stammdurchmesser bis zu 200 Zentimeter bis 300 Zentimeter. Das Kernholz hat eine rotbraune Farbe und lässt sich sowohl mit der Hand wie auch mit diversen Maschinen sehr gut bearbeiten.

Der Baum gedeiht vor allem in humiden und tropischen Regenwäldern, in denen im Jahr ein Niederschlag von mindestens 2.500 Millimetern fällt. Am besten wächst er auf Höhen unter 150 Metern und auf sogenannten Alluvialböden. Wenn er an einem Standort die idealen Bedingungen vorfindet, ist er der am schnellsten wachsende Baum der Welt.

Der höchste Baum: Hyperion

Der sogenannte Hyperion ist der aktuell höchste Baum der Welt. Er steht im Redwood-Nationalpark in Kalifornien (USA) und ist ganze 115,55 Meter hoch. Es handelt sich um einen sogenannten Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens). Den Namen verdankt er einem Titanen aus der griechischen Mythologie mit dem Namen Hyperion. Bevor er im Jahr 2006 entdeckt wurde, war der Stratosphere Giant (112,87 Meter) der höchste Baum der Welt. Um den Hyperion zu schützen, wird der exakte Standort nicht bekannt gegeben.

Der dickste Baum: Árbol del Tule

Árbol del Tule
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Der Árbol del Tule ist ein ungefähr 1400 Jahre bis 1600 Jahre alter Baum. Genauer gesagt handelt es sich um eine sogenannte Mexikanische Sumpfzypresse (Taxodium mucronatum), die einen Stammdurchmesser von ungefähr 14,05 Metern hat. Damit ist dies der dickste Baum der Welt. Er wächst im mexikanischen Santa Maria del Tule im Bundesstaat Oaxaca. Er ist circa 41,85 Meter hoch und wiegt ungefähr 636,107 Tonnen. In unmittelbarer Bodennähe hat der Stamm einen Umfang von 46 Metern.

Laut einer Legende wurde er vor ungefähr 1400 Jahren von einem Priester mit dem Namen Pechocha gepflanzt. Aufgrund seines knorrigen Stammes, der an einigen Stellen diversen Tieren ähnelt, wird er sehr häufig auch als „Baum des Lebens“ bezeichnet.

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