Die 10 gefährlichsten Reiseziele

Urlaube sind heutzutage oft mit Aktivität und mit Abenteuern verbunden. Bestimmte Reiseziele werden gewählt, um etwas Außergewöhnliches und Aufregendes zu erleben. Etliche Reiseziele sind sogar gerade deshalb begehrt, weil sie Gefahren bergen und Nervenkitzel versprechen. Heute, die 10 gefährlichsten Reiseziele.

10 Bungee-Jump in einen aktiven Vulkan

Ein Bungee-Jump über dem Villarica, einem 2.800 Meter hohen Vulkan in Chile: Das ist es, womit eine nordamerikanische Firma die um sich greifende Abenteuerlust befriedigen möchte. Der Vulkan ist hochaktiv und 2015 zum letzten Mal ausgebrochen. Die Kunden werden mit dem Helikopter hinaufgeflogen und 300 Meter oberhalb der Caldera – mit ihrer mindestens 800 Grad Celsius heißen Lava – an einem 100 Meter langen Bungee-Seil heruntergelassen, danach werden sie am Seil baumelnd zum Ausgangspunkt nach Pucón zurückgeflogen. Und die Kosten? Knapp 16.000 US-Dollar.

9 New Smyrna Beach

New Smyrna Beach
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Florida gilt als Traumreiseziel sonnenhungriger Meerenthusiasten, aber speziell ein Aufenthalt am Strand von New Smyrna Beach an der Ostküste des Sunshine States kann plötzlich zum Albtraum mutieren. 2016 wurden an ihm binnen weniger Stunden drei Menschen Opfer von Haiangriffen und seit Beginn der Aufzeichnungen wurden in New Smyrna Beach insgesamt 250 Angriffe registriert. Wird diese Zahl in Beziehung zur Quadratmeterzahl des Strandes gesetzt und das Ergebnis mit anderen Stränden in Haigebieten verglichen, so herrscht hier das weltweit höchste Risiko einer Hai-Mensch-Begegnung.

8 Stierlauf

Stierlauf
Bildquelle: commons.wikimedia.org

In einigen Städten Spaniens sind Stierläufe Volksfeste und touristische Attraktionen, insbesondere in Pamplona, wo die Läufe seit Ende des 16. Jahrhunderts alljährlich im Juli stattfinden. Rund 500 Kilogramm schwere Kampfstiere werden dann in schnellem Tempo durch die engen Gassen der Altstadt getrieben und wagemutige Männer laufen eine kurze Strecke nahe vor ihnen her. Erwischt ein Stier einen von ihnen mit den Hörnern und spießt ihn auf, dann endet das bisweilen tödlich. Häufig handelt es sich bei den Opfern um Ausländer, die die Gefahr unterschätzen.

7 Hua Shan

Hua Shan
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Der in der chinesischen Provinz Shaanxi gelegene Berg Hua Shan ist schon lange eine viel besuchte Pilgerstätte und mittlerweile auch bei internationalen Besuchern beliebt. Das Erklimmen des Berges ist eine echte Herausforderung, da seine Wände sehr steil sind und der Weg entsprechend gefährlich ist. Wackelige Eisenleitern helfen dabei und an einer berüchtigten Passage geht es nur noch über schmale Holzlatten bergauf. Darunter lauert der Abgrund. Wenn hier Auf- und Absteiger zusammentreffen, wird es eng – ein Gebet kann nun eventuell hilfreich sein.

6 Caminito del Rey

Caminito del Rey
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Der als weltweit gefährlichster Weg bekannte Caminito del Ray in Andalusien war von 2001 bis 2015 gesperrt, da zuvor mehrere Menschen auf ihm ums Leben kamen. Das lag auch daran, dass im Laufe der Jahrzehnte teilweise große Löcher durch Felsstürze entstanden, Stahlseile und Geländer marode geworden sind oder nicht mehr vorhanden waren. Zwischen 2014 und 2015 wurde ein neuer Weg oberhalb des alten Pfads errichtet. Gefährliche Stellen gibt es heute nur noch wenige, die vielen beeindruckenden Ausblicke sind hingegen erhalten geblieben.

5 Mount Everest

Mount Everest
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Seit den 1980ern steigt die Zahl jener Menschen, die den höchsten Berg der Welt bezwingen wollen. Dieses Unternehmen ist nicht nur kostspielig und strapaziös, sondern letztlich auch lebensgefährlich. Ab etwa 7.000 Höhenmetern beginnt die „Todeszone“ – der geringe Luftdruck und die verminderte Sauerstoffzufuhr machen einen über 48 Stunden dauernden Aufenthalt in ihr unmöglich. Deshalb drängt die Zeit. Darüber hinaus erschweren rasant wechselnde Wetterbedingungen den Aufstieg, große Eisblöcke (Séracs) können jederzeit abbrechen und Lawinen auslösen, mangelnde alpine Erfahrung tut ihr übriges.

4 Haiku Stairs

Haiku Stairs
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Die auch als „Stairway to Heaven“ bekannten Haiku Stairs befinden sich auf der hawaiischen Insel O’ahu und führen auf den Berg Pu’u Keahiakahoe. Der aus 3.922 Metallstufen bestehende Weg wurde während des Zweiten Weltkriegs von der United States Army errichtet. Er ist überaus beschwerlich und schon bei geringer Nässe äußerst rutschig, wobei es links und rechts steil bergab geht. Bereits 1987 wurde der Weg für die Öffentlichkeit gesperrt. Wer auf ihm ertappt wird, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

3 Poison Garden

Poison Garden
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Der im Nordosten Englands, in der Kleinstadt Alnwick, gelegene Gartenkomplex „The Alnwick Garden“ wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts neu gestaltet. Zu ihm gehört auch der 2005 eröffnete Poison Garden. Er beherbergt einhundert giftige Pflanzen, darunter z. B. die Gewöhnliche Brechnuss, die Schwarze Tollkirsche, den Wunderbaum und die Engelstrompete. Der Garten darf nur unter Begleitung eines Führers besucht werden. Dieser unterrichtet unter anderem über die Qualen, die aus der Einnahme dieses oder jenes Pflanzengiftes folgen.

2 Krokodilfarm

Krokodilfarm
Bildquelle: pxhere.com

Krokodilfütterungen von einem Floß aus werden im Elephant Kingdom Park nahe der thailändischen Stadt Pattaya angeboten. Die für maximal 15 Personen geeigneten Flöße sind durch ein brusthohes Gitter gesichert, über das die Tiere gefüttert werden können. Droht Gefahr, werden die Flöße dank eines Außenbordmotors in Sicherheit gebracht. Als Bedenken laut wurden, dass dieses Abenteuer hochriskant sei, wurde dem Betreiber 2016 vorübergehend die Lizenz entzogen. Er beteuerte, dass es in den beiden Teichen mit ca. 4.300 Krokodilen bisher keine Zwischenfälle gegeben habe.

1 Copacabana

Copacabana
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Die Copacabana ist zugleich einer der schönsten und einer der gefährlichsten Strände der Welt. Es herrscht fast immer Hochbetrieb und nicht wenige Menschen zieht es hierher, um Badegäste zu bestehlen. Dazu bedienen sie sich zahlreicher Tricks und sie agieren selten allein. Gefährlich wird es, wenn potentielle Opfer Widerstand leisten, da manche Täter vor Waffengebrauch nicht zurückschrecken. Überdies haben sich Jugendbanden darauf spezialisiert, zu Dutzenden den Strand zu stürmen, sämtliche Wertsachen an sich zu reißen und schleunigst davonzulaufen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here