Die 10 gefährlichsten Nahkampfwaffen

Der Nahkampf ist die wohl direkteste Auseinandersetzung, die zwischen Kontrahenten möglich ist. Dabei verwendet man Nahkampftechniken, wie Krav Maga, Jiu Jitsu oder auch Wing Chun. Doch natürlich verlässt sich der Mensch seit jeher im Kampf nicht nur auf seinen Körper, auch Waffen kamen schon immer zum Einsatz. Dem Erfindungsgeist waren dabei im Laufe der Zeit keine Grenzen gesetzt. Heute: die 10 gefährlichsten Nahkampfwaffen.

10 Degenbrecher

Degenbrecher
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Dieser kleine Dolch diente dazu, den gegnerischen Degen einzufangen. Durch die besondere Machart rutschte die Klinge des Feindes in eine Einkerbung, aus der sie nur schwer wieder herausgezogen werden konnte. Oft wurden gefederte Sperrhaken eingebaut, die diesen Effekt weiter verstärkten. Der Gegner war somit seiner Waffe beraubt, was für ihn oft das Todesurteil war. Besonders beliebt war der Degenbrecher im mitteleuropäischen Raum des 16. Jahrhunderts.

9 Afrikanisches Wurfeisen

Afrikanisches Wurfeisen
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Diese mehrklingige Wurfwaffe kommt, wie der Name schon sagt, aus Zentralafrika und wurde dort bis ins 20. Jahrhundert verwendet. Diese Waffe kann nicht nur geworfen werden, wobei sie sich, ähnlich einem Bumerang dreht, sie kann auch im Nahkampf eingesetzt werden. Auch mit dem Wurfeisen konnte der gegnerische Speer eingefangen und entrissen werden. Kombiniert wurde es meist mit Speer, Schild und Pfeil und Bogen.

8 Chakram

Chakram
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Auch das indische Chakram ist eine Wurfwaffe. Es besteht aus einem Metallring mit einem äußerst scharfen Rand. Diese Form machen das Chakram absolut unempfindlichen gegen Seitenwind, und das Flugverhalten kann mit dem eines Frisbees verglichen werden. Geübte Kämpfer wirbelten die Waffe um den Zeigefinger, um sie dann mit einer leichten Bewegung des Handgelenks loszulassen. Kleinere Versionen ließen sich um das Handgelenk tragen, um es als Hiebwaffe einzusetzen.

7 Krähenfuß

Kraehenfuß
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So einfach diese Waffe ist, so effektiv ist sie auch. Der Krähenfuß besteht aus vier Eisenspitzen, die so angeordnet sind, dass immer ein Stift senkrecht nach oben steht. Dadurch wurden darüber marschierende Truppen an den Füßen verletzt. Schon von den Römern wurden Krähenfüße ausgelegt, um den feindlichen Vormarsch aufzuhalten. Doch auch heute wird der Krähenfuß noch von Militär und Polizei eingesetzt, um Fahrzeuge aufzuhalten.

6 Kriegshammer

Kriegshammer
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Auch eine gute Rüstung war kein ausreichender Schutz vor Verletzungen, denn mit diesem langstieligen Hammer konnte man die Rüstungen zerstören, Knochen brechen und sogar den feindlichen Körper durchdringen. Dieses absolut tödliche Werkzeug setzte natürlich enorme körperliche Kraft voraus.

5 Griechisches Feuer

Griechisches Feuer
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Flüssiges Feuer, das auf Feinde gespritzt werden kann? Das griechische Feuer macht es möglich! Mittels Pumpensystem wurden damit bereits in der Spätantike ganze gegnerische Flotten zerstört. Die genaue Zusammensetzung der Flüssigkeit wurde jedoch nicht überliefert, Historiker können dazu nur Vermutungen anstellen. Es ist jedoch wahrscheinlich, das Erdöl einer der Hauptbestandteile war.

4 Apache Revolver

Apache Revolver
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Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, diese Handfeuerwaffe wurde nicht von amerikanischen Ureinwohnern benutzt. Vielmehr wurde sie mit Vorliebe von französischen Gangstern des 19. Jahrhunderts verwendet. Das überrascht nicht, denn diese kleine, faltbare Pistole vereint Schusswaffe, Schlagring und Messer. Durch die geringe Größe konnte sie unauffällig getragen werden. Vorsicht war jedoch auch für den Besitzer geboten, denn der Apache Revolver verfügte über keinerlei Sicherung. Die Gefahr, sich aus Versehen selbst zu verletzen, war nicht zu unterschätzen.

3 Cestus

Cestus
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Dieser antike Schlagring wurde aus Lederriemen gefertigt, auf die Metalldornen und Klingen aufgesetzt wurden. Auch eingearbeitete Metallplatten waren keine Seltenheit. Die Schlagkraft mithilfe des Cestus zwang so manchen körperlich überlegenen Gegner in die Knie. Es ist kein Wunder, dass er zumeist bei Gladiatorenkämpfen verwendet wurde. Kurzzeitig wurde er auch bei den Olympischen Spielen benutzt, wo er nach einigen Todesfällen jedoch bald wieder verboten wurde.

2 Turkana

Turkana
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Das halbmondförmige Fingermesser ist in Nordost-Afrika bis zum heutigen Tag gebräuchlich. Es kann sowohl als Schlag-, als auch als Stichwaffe eingesetzt werden. Wird das Turkana nicht gebraucht, kann es mittels eines Lederriemens einfach am Handgelenk getragen werden, wo es in einer schützenden Lederhülle auf den nächsten Einsatz wartet.

1 Pata

Pata
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Beim Pata handelt es sich um eine mittelalterliche Hieb- und Stichwaffe, die in ganz Indien verbreitet war. Es besteht aus einer Metallschiene, die die gesamte Außenseite des Unterarms bedeckt, und einer zweischneidigen, spitzen Klinge. Sehr häufig trug der Kämpfer in beiden Händen ein Pata. So ausgestattet wurden die Arme windmühlenartig bewegt, um möglichst viele Feinde zu verletzen. Kein Wunder, dass das Pata häufig eingesetzt wurde, wenn man bereits vom Feind umzingelt war und das eigene Ende vor Augen hatte.

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