Delfine: Wissenswertes und 10 interessante Fakten

Jeder liebt Delfine. Sie sind intelligente, neugierige und verspielte Wesen, die die Menschen seit Jahrzehnten begeistern. Aber nur vom Faulenzen werden diese Tiere nicht zu jedermanns Liebling. Die Anpassung an ihren Lebensraum erfordert einige wirklich interessante Fertigkeiten. Aus diesem Grund haben Delfine Fähigkeiten entwickelt, die selbst erfahrene Forscher immer wieder zum Staunen bringen. Heute stelle ich euch 10 unglaubliche Dinge über Delfine vor, die du bestimmt noch nicht wusstest.

Delfin
Credit: commons.wikimedia.org

Delfine und ihr Sehvermögen

Delfine haben ein besseres Sehvermögen als der Mensch. Ihre Augen, welche sich an der Seite des Kopfes befinden haben ein Panoramabereich von 300 Grad. Somit können Sie hinter sich sehen. Auch kann jedes Auge unabhängig von dem anderen bewegt werden, so dass sie in zwei verschiedene Richtungen gleichzeitig sehen können. Hinter der Netzhaut haben sie eine reflektierende Schicht aus Zellen, namens „Tapetem lucidem“, was ihnen dabei hilft außergewöhnlich gut auch bei schlechten Lichtverhältnissen zu sehen. Delfine können gleichermaßen gut im, wie auch außerhalb des Wassers sehen.

Schlaflosigkeit

Jedes höher entwickelte Lebewesen benötigt Schlaf um sich zu regenerieren. Schlafentzug könnte tödlich sein. Delfine jedoch haben einen Weg gefunden völlig ohne Schlaf auszukommen. Sie können eine Hälfte ihres Gehirnes vorübergehend abschalten. Wissenschaftler haben über einen Zeitraum von 5 Tagen Delfine getestet und festgestellt, dass sich ihre Reaktionszeit zu keinem Zeitpunkt verlangsamt hat, auch Bluttests, die Anzeichen für Stress oder Schlafentzug nachweisen sollten, waren negativ. Darüber hinaus haben Wissenschaftler in einer Studie festgestellt, dass Delfine ihr Sonar für 15 Tage mit fast perfekter Genauigkeit verwenden können. So haben Sie scheinbar einen Weg gefunden, dösend in den Meeren zu treiben und doch auf der Hut vor Raubtieren zu sein. Am interessantesten jedoch ist, dass obwohl eine Hälfte des Gehirns abgeschaltet ist, diese Informationen an die aktive Seite weitergeben kann und die aktive Seite so alle Funktionen übernimmt. Es ist also fast so, als hätten Delfine 2 Gehirne.

Delfin
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Atmung

Delfine können ihren Atem für ca. 12 Minuten anhalten und tauchen fast 550  m tief. Obwohl ihre Lungen nicht viel größer sind als die eines Menschen, arbeiten diese aber viel effizienter. Mit jedem Atemzug tauschen Delfine ca. 80% ihres gesamten Lungenvolumens aus. Im Vergleich hierzu können Menschen nur ca. 17 % austauschen. Auch ihr Blut und die Muskeln können mehr Sauerstoff transportieren und speichern. Während eines Tauchganges können Delfine die Zirkulation des Blutes einschränken und so das Blut aus den Extremitäten wegschieben und an das Herz und Gehirn befördern.

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Haut

Delfine habe eine glasige, glatte und saubere Haut. Ihre äußere Hautschicht ist zwar nicht wesentlich härter als die des Menschen aber ca. 10- 20 mal dicker als die Hautschicht jedes anderen an Land lebenden Tieres. Ganze Hautschichten erneuern sich alle 2 Stunden. Diese schnelle Hautregeneration ermöglicht es den Delfinen glatt, seidig und hydrodynamisch zu sein. Darüber hinaus haben Delfine in ihrer Haut mikroskopisch kleine Wellen, wodurch sie schnell im Wasser gleiten können. Ein speziell abgesondertes Gel auf der Haut der Delfine sorgt dafür, dass es Parasiten und Muscheln unmöglich gemacht wird sich an ihnen fest zu setzten.

Delfin
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Selbstheilung

Delfine haben die Fähigkeit sich selbst zu heilen. Es sind Fälle bekannt, dass diese Kreaturen Wunden von einer Größe eines Basketballes überleben. Innerhalb weniger Wochen wachsen große Stücke von defektem Fleisch einfach nach. Diese wundersame Heilung ist jedoch noch nicht wissenschaftlich belegt, auch ist nicht bekannt, warum Delfine nicht verbluten, wenn Sie große Wunden haben. Es wird vermutet, dass sie sich selbst regenerieren indem sie ihre Blutgefäße verengen und so die Blutung stoppen.

Schmerz

Erstaunlicher Weise wurde festgestellt, dass schwere Verletzungen, die sich Delfine zugezogen hatten diese kaum bis gar nicht beeinträchtigen. Es scheint gerade so, als hätten sie kein Schmerzempfinden. Es wird angenommen, dass Delfine in der Lage sind eigene Schmerzkiller zu produzieren um so vergnügt und normal im Wasser zu schwimmen. Auf diese Weise zeigen sie anderen Tieren keine Schwäche und verhindern Beute wie etwa für Haie zu werden, die bekanntlichermaßen geschwächte Tiere jagen.

Schubkraft

1936 war der berühmte Zoologe Sir James Gray überrascht davon wie schnell Delfine schwimmen können. Er hatte die Anatomie der Tiere ausgiebig studiert und stellte fest, dass die Haut eine spezielle Eigenschaft hatte die es ermöglichte das die Tiere im Wasser nicht gebremst wurden. Diese Entdeckung war als Gray’s Paradox bekannt. Was Gray jedoch unterschätzte war die unheimliche Muskelkraft der Delfine. Diese ermöglicht eine Geschwindigkeit von bis zu 55 Km/h. Darüber hinaus sind Delfine extrem energieeffizient. Während ein Mensch im Wasser nur etwa 4% seiner Energie in der Vorwärtsbewegung im Wasser umwandelt, können Delfine bis zu 80% ihrer Energie für ihren Schub umwandeln, was sie zu den effektivsten und schnellsten Schwimmern der Meere macht.

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Delfin
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Infektionen

Delfine können mit offenen Wunden in den verunreinigten Gewässern der Welt schwimmen, ohne an einer Infektion zu sterben. Während der Mensch nach einem Haibiss innerhalb kürzester Zeit ohne Behandlung an einer Sepsis sterben würde, scheinen Delfine nicht an Infektionen zu leiden. Wie dieses möglich ist, ist der Wissenschaft noch nicht erklärlich. Es wird vermutet, dass Delfine eine Art Antibiotikum aus Algen und Plankton aufnehmen und in ihrer Haut speichern.  Warum diese aber nicht metabolisiert oder wieder abgegeben wird ist nicht geklärt.

Elektrorezeption

Das Sonar System der Delfine ermöglicht es ihnen Objekte aus der Ferne zu erkennen. Darüber hinaus haben Delfine aber auch einen Elektrosinn und können elektrische Impulse, die von anderen Tieren ausgehen wahrnehmen. Diese Fähigkeit nutzen sie vermutlich, um Beute am Meeresboden oder in schlammigen Gewässern aufzuspüren. Als Sensor identifizierten Forscher eine anatomische Struktur in der Schnauze der Tiere.

Magnetischer Sinn

Warum immer wieder Delfine stranden, beschäftigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten. Die Meinungen der Forscher gehen hierbei sehr auseinander. Eine mögliche Theorie besagt, dass Delfine Sensoren im Gehirn haben, die das Magnetfeld der Erde erfassen. Mit diesem eingebauten GPS können sie navigieren. Es gibt allerdings Orte, wo das Magnetfeld, wie zum Beispiel durch Felsen reduziert ist. Der magnetische Sinn ist somit getrübt und der Delfin kann das Ufer nicht wahrnehmen, bis es zu spät ist. Andere Forscher meinen, dass die Sonne bei zu viel Strahlung die Sensoren im Gehirn des Delfins stören.

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Letzte Aktualisierung am 16.12.2018
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