7 außergewöhnliche Reiseziele

Schönheit kommt auf dieser Welt auf verschiedenste Weisen zustande. Manchmal ist es eine Laune der Natur, die uns den Atem verschlägt. Manchmal ist es die kunstvolle Art, auf die Menschen sich eine Landschaft zu eigen machen. Wer noch einige Anregungen für kommende Reisen sucht, sollte sich jedenfalls nicht nur auf die gängigen Reiseziele verlassen, sondern auch einmal über den Tellerrand schauen. Denn es gibt viele Orte, von denen unbeschreiblicher Reiz ausgeht, die jedoch kaum jemand kennt. Hier sind nur einige davon.

Xuankong Si: Das hängende Kloster

Xuankong Si
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Bereits im 6. Jahrhundert wurde während der Wei-Dynastie eine einzigartige Klosteranlage mitten in eine Felswand des heiligen Gebirges Heng Shan gebaut. Das Xuankong Si, was „Hängendes Kloster“ bedeutet, liegt in der chinesischen Provinz Shanxi nahe der Stadt Datong. Die Anlage besteht aus 40 Pavillons und Hallen und schlängelt sich in 75 Metern Höhe an einer Steilwand entlang. Dabei wurden natürliche Vorsprünge im Fels genutzt, die Gebäudeteile werden jedoch zusätzlich durch Holzträger gestützt. Die einzelnen Gebäudeteile des üppig verzierten Klosters sind durch Brücken miteinander verbunden. Für größere Hallen wurde der Fels ausgehöhlt, um dort große Bronze-, Ton-, Eisen- und Steinstatuen zu errichten. Einzigartig an der Anlage ist die Verbindung der drei größten Religionen Chinas. In einer Halle befindet sich je eine Statue von Konfuzius, Laozi und Buddha.

Der Fly Geyser in Nevada

Fly Geyser
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Der Fly Geyser in Washoe County in Nevada ist ein beeindruckendes Beispiel für eine Laune der Natur, die durch Menschenhand geschaffen wurde. Im Jahr 1964 wurden dort während der Suche nach geothermaler Energie Bohrungen durchgeführt. Allerdings wurden die Bohrlöcher nicht richtig verschlossen, wodurch Wasser aufsteigen konnte. Dieses Wasser beförderte im Laufe der Jahrzehnte so viele Mineralien ans Tageslicht, dass sie sich am Rand des Bohrloches ablagerten und nun schon zu einer Höhe von 1,5 Metern anwachsen konnten. Die Mineralkegel des Geysirs strahlen in bunten Farben. Das Wasser, das zur Seite abfließt, hat im Umkreis ein Ökosystem für sich gebildet.

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Die Bastei in der Sächsischen Schweiz

Bastei
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Der Blick über das berühmte Elbtal in der Sächsischen Schweiz ist von der Bastei aus sicher am schönsten. Die Bastei ist eine Felsformation, die in eine Höhe von 194 Meter über den Elbspiegel hinauf ragt. Das Gebiet ist eine der größten Touristenattraktionen der Region und lockt nicht nur mit einer hervorragenden Aussicht, sondern auch mit vielen Wanderwegen. Bereits 1592 wurde die Bastei erwähnt, die touristische Erschließung folgte jedoch erst im 18. Jhdt. Es wurde eine Aussichtsplattform und eine noch heute bestehende Brücke aus Sandstein erbaut, die sich mit sieben Bögen über die Schlucht spannt. Die Aussichtsplattform ist heute leider gesperrt, das Gebiet lädt jedoch trotzdem ganzjährig zu einem Ausflug ein. Auch mehrere Gaststätten und ein Hotel befinden sich in der Umgebung.

Fingal’s Cave in Schottland

Fingal’s Cave
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Auf der kleinen Insel Staffa in Schottland befindet sich, umgeben von tiefblauem Wasser, eine Höhle, die bereits von Jules Verne als Schauplatz für einen seiner Romane gewählt wurde. Die Insel besteht aus sechseckigen Basaltsäulen, die gerade so aussehen, als hätte man sie genauso in die Felsen gehauen. Tatsächlich sind sie jedoch Ergebnis von Lava, die aufstieg und nicht regelmäßig erkalten konnte. Lava bricht in solchen Fällen zu der bizarren sechseckigen Struktur auf. Die Höhle selbst bildet in der Insel einen Dom, der sich 85 Meter in die Höhle hinein zieht. Staffa war besonders im 19. Jahrhundert großer Touristenmagnet, heute fahren nur noch wenige Schiffe die unbewohnte Insel an, und noch seltener legen sie an, um Fingal’s Cave zu besichtigen.

Beppu: Das Paradies aus heißen Quellen

Beppu
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Auf der japanischen Insel Kyûshû liegt die Stadt Beppu, ein heißes Quellbad, das jedes Jahr eine Million Besucher anlockt. In der Stadt befinden sich zahlreiche Quellen, aus denen stündlich 90.000 Liter heißes Wasser strömen. Nicht umsonst werden die Quellen „Jigoku“, also Hölle genannt. Selbst, wenn man durch die Stadt geht, strömt aus vielen Ecken der schwefelige Dampf. Doch nicht nur die Heilbäder im Stadtzentrum oder in den umgebenen Bergen lohnen einen Besuch. Spezialität der Region ist die besondere Küche, bei der Zutaten, besonders Gemüse der Saison und frischer Fisch und Meeresfrüchte, „in der Hölle gedämpft“ werden. Durch die Mineralien der heißen Quellen werden die Gerichte zu wahren Delikatessen.

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Marble Caves in Chile

Fingal’s Cave
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An dem großen See Lago General Carrera in Südchile hat die Natur ein einzigartiges Naturschauspiel aus Marmor gezaubert, das in wundervollen Farben erstrahlt. An dem See entlang verläuft ein Berg aus Marmor, in den das Wasser im Laufe vieler Jahrtausende mehrere Höhlen gespült hat. Der Marmor des Berges erstrahlt nicht nur in glänzendem Weiß, sondern wird auch von bunten Farben durchzogen. Durch das Muster des Marmors, die surrealen Strukturen der Höhlen und das türkisfarbene Wasser darunter leuchten die Marble Caves geradezu. Am Rande des Sees warten auf Besucher kleine Boote, mit denen in den Höhlen umher gefahren werden kann.

Der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel

Bergpark
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In der nordhessischen Stadt Kassel liegt der größte Bergpark Europas, der mit seiner Fläche von rund 2,4 Quadratkilometern und den zahlreichen Anlagen locker mit anderen Landschaftsparks der Welt mithalten kann. Das Besondere an dem Park ist, dass Gärten in Form europäischer Gartenkunst auch an Berghängen angelegt werden. Die Konstruktion des Parks wurde bereits ab 1696 von den Kurfürsten und Landgrafen von Hessen-Kassel begonnen. In den nächsten Jahrhunderten wurde der Park kontinuierlich erweitert. Sehenswert sind die wunderschönen Gärten mit dem besonderen Pflanzenreichtum, das Gewächshaus, die vielen Wasserspiele, das Schloss Wilhelmshöhe und natürlich der Herkulesgarten samt Statue.