10 unerklärliche archäologische Entdeckungen

Die Geschichte unseres Planeten ist voller unglaublicher Geheimnisse. Obwohl Archäologen und Wissenschaftler hart arbeiten, um alles herauszufinden, wissen wir sehr wenig über unsere Vergangenheit. Von Südamerika bis nach Asien gab es unzählige Entdeckungen von „Dingen“, die unseren Glauben, unsere Gesellschaft und unsere Fähigkeiten in Frage stellen. In diesem Beitrag seht ihr einige Dinge, die auf der Erde gefunden wurden und teilweise nicht erklärt werden können.

10 Unterirdische Tunnel

Die Entdeckung eines riesigen Netzes von unterirdischen Tunneln, die sich quer durch ganz Europa erstrecken, bringen viele Forscher und Wissenschaftler ins Grübeln. Eine der mysteriösesten Entdeckungen der Menschheit. Der Zweck der Tunnel ist bis heute noch ein Rätsel. Keiner weiß, wer sie wann und wofür geschaffen hat. Einige Forscher glauben, dass sie als Schutz vor Kriegern und Räubern verwendet wurden, während andere glauben, dass sie zum sicheren Reisen dienten. Es ist eines der großen Geheimnisse der Menschheitsgeschichte. Und es liegt direkt unter uns. Was meint ihr, wofür wurde dieses riesige Tunnelsystem gebaut? Diente das Tunnelsystem zum Schutz oder handelte es sich hier um unterirdische Städte?

9 Unterirdische Stadt Derinkuyu

Diese unterirdische Stadt in der Türkei wurde 1963 zufällig entdeckt. Seitdem wurden acht Stockwerke freigelegt. Die Räume haben insgesamt eine Fläche von 2500 Quadratmetern. Die oberen Stockwerke waren vorwiegend als Wohnräume und Schlafräume eingerichtet. Haustiere wurden ebenfalls unterirdisch gehalten. In den unteren Stockwerken befanden sich Versammlungsräume und Lagerräume sowie ein Kerker. Von der ersten unterirdischen Ebene sollen insgesamt über 15.000 Schächte nach oben geführt haben. Diese bildeten zusammen ein Belüftungssystem. Die Luftzirkulation funktioniert heute noch bis zum achten Stockwerk hinab. Die Schätzungen über die Zahl der Bewohner sind widersprüchlich und schwanken zwischen 3000 und 50.000.

8 L’anse Aux Meadows

Diese Wikinger Siedlung wurde 1960 gefunden. Man vermutet, dass die Siedlung im Jahre 1000 angelegt wurde. Der Name „L’Anse aux Meadows“ ist eine Mischung aus Französisch und Englisch und bedeutet „Bucht bei den Wiesen“. Die Siedlung liegt im heutigen Kanada, im äußersten Norden der Insel Neufundland. Wikinger waren Seeleute aus dem heutigen skandinavischen, norddeutschen und baltischen Raum, die im Frühmittelalter auf Raubzüge entlang der europäischen Küsten gingen. Doch viele Männer ließen sich schließlich irgendwann in der Ferne nieder, bevorzugt auf Inseln. Die Siedlung war vermutlich nur wenige Jahre von Wikingern bewohnt, möglicherweise kam es zu andauernden Kämpfen mit den dort eingeborenen Indianern. Die Tatsache, dass sie existierte, zeigt, dass die europäischen Seefahrer bzw Wikinger Nordamerika lange vor der Geburt von Christoph Kolumbus erreichten.

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7 Sacsayhuamán

archaeologische entdeckungenQuelle: Diego Delso | CC BY 4.0

Diese Ruinen gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Inkazeit in Peru. Bei den Ruinen handelt es sich um ein Bauwerk mit Trockenmauern, die aus einzelnen Felsblöcken bestehen und ohne Mörtel fugenlos aneinandergefügt wurden. Die ursprüngliche Nutzung der Anlage konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Zu den besterhaltenen Strukturen gehören die 600 Meter langen Zickzackmauern, die auf drei Terrassen übereinander erbaut wurden. Als Baumaterial wurden gewaltige Steine verwendet, die aus einem 20 Kilometer entfernt liegenden Steinbruch stammen. Der größte Block besitzt ein Gewicht von mehr als 200 Tonnen. Archäologen gehen davon aus, dass für den Bau rund 70 Jahre benötigt wurden. Da schriftliche Überlieferungen der Inkas fehlen, lassen sich diese Aussagen nicht eindeutig überprüfen.

6 Die Longmen-Grotten

archaeologische entdeckungenQuelle: Marcdf

Die Longmen-Grotten zählen zu den vier berühmtesten buddhistischen Grotten Chinas. Die Grotten liegen zwischen dem Duft Berg und dem Longmen Berg in Zhejiang. Der Bau der Grotten hat Vermutungen zu Folge über 400 Jahre gedauert. Es gibt hier insgesamt 2345 Nischen, über 100.000 Buddhastatuen und mehr als 2800 Inschriften. Die größte Statue ist der 17.14 Meter hohe Buddha Vairocana. Bis heute ist niemand in der Lage, überzeugend darzulegen, wann, von wem und für welchen Zweck diese Grotten gebaut wurden.

5 Göbekli Tepe

Göbekli Tepe ist die älteste Kultstätte der Welt und befindet sich in der Türkei. Sie wurde 1994 durch einen Zufall entdeckt, als der deutsche Archäologe Klaus Schmidt auf dem Hügel Pfeilspitzen entdeckte. Sie entstand vor rund 12.000 Jahren. Sie stammt somit aus einer Zeit, als die Menschen noch Jäger und Sammler waren. Das beweisen zahlreiche gefundene Tierknochen. Es handelt sich ausschließlich um Knochen wilder Tiere, die die damaligen Menschen auf der Jagd erlegt haben müssen. Den Menschen war Viehzucht wahrscheinlich noch unbekannt. Die Kultstätte besteht aus riesigen T-förmigen Steinquadern mit verzierten Tier- und Menschenbildern, zusätzlich stehen zwei freistehende Quader in der Mitte. Die Bilder lassen auf eine hochentwickelte Bildsprache schließen. Sie zeigen eine reiche Bilderwelt. Vor allem bedrohliche Tiere wie Raubkatzen, Geier, Spinnen und Skorpione sind abgebildet.

4 Unvollendeter Obelisk von Assuan

Der unvollendete Obelisk in Ägypten ist ein nicht fertiggestellter Obelisk aus Rosengranit. Ein Obelisk ist ein freistehender hoher Steinpfeiler, der eine pyramidenförmige Spitze hat. Der Obelisk stellte im alten Ägypten die steingewordenen Strahlen des Sonnengottes dar. Sie standen in der Regel paarweise vor Pyramiden oder Tempeln. Mit einer Höhe von 41,75 Metern und einem Gewicht von etwa 1168 Tonnen wäre der unvollendete Obelisk von Assuan bei Fertigstellung der größte des Altertums. Zum Vergleich: Das Gewicht eines großen Obelisken lag zwischen 200 und 500 Tonnen. Vermutungen zu Folge wurde dieser liegen gelassen, da er einen Riss im Gestein aufweist und damit unbrauchbar wurde.

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3 Mohenjo-Daro

archaeologische entdeckungenQuelle: Usman.pg | CC BY 3.0

Diese Siedlung war ungefähr von 2600 bis 1800 v. Chr. Teil der Indus-Kultur. Sie erlangte ihre Blüte um 2500 v. Chr. und hatte zu dieser Zeit ca. 30.000 bis 40.000 Einwohner. Die Zerstörung dieser einst großen Stadt ist seit Jahrzehnten ein Rätsel für Archäologen und Experten. 1992 fand ein indischer Archäologe die alten Ruinen am Unterlauf des Indus. Fragen wie die Ursache der Zerstörung und das Schicksal der Bewohner bleiben ein Geheimnis für die Forscher.

2 Entdeckungen von Steinkugeln in Costa Rica

archaeologische entdeckungenQuelle: Rodtico21 | CC BY 3.0

In Costa Rica sind Dutzende Steinkugeln verstreut. Manche haben einen Durchmesser von über zwei Metern und sind mehr als 16 Tonnen schwer. Obwohl sie schon lange erforscht werden, weiß man bislang wenig über die Kugeln. Außer dass sie Hunderte, wenn nicht Tausende Jahre alt sein müssen. Als Gerüchte aufkamen, in ihrem Inneren verberge sich Gold, wurden einige sogar mit Dynamit gesprengt. Bisher ist aber nichts gefunden worden. Zu welchem Zweck Menschen einst die Felsbrocken in nahezu perfekt runde Form brachten, weiß niemand. Die Spekulationen gehen teilweise so weit, dass einige glauben, das sie von Außerirdischen geschaffen wurden.

1 Das Tor zur Sonne

archaeologische entdeckungenQuelle: Mhwater

Das Sonnentor gehört zu den besondersten Entdeckungen der Erde. In der nähe von Tiawanacu in Bolivien steht das bekannte Sonnentor. Es ist etwa drei Meter hoch und fast 4 m breit und wurde aus einem einzigen Gesteinsblock herausgehauen. Über der Öffnung in der Mitte ist eine Figur zu erkennen. Umgeben wird sie von 48 kleinen Figuren mit Flügeln, die von links und rechts auf die Figur zulaufen. Manche Archäologen deuten diese Anordnung als einen Kalender, mit dem Ergebnis von 12 Monaten und 365 Tage pro Jahr.

Mit Hilfe dieses Kalenders und der Ausrichtung des Tores zur Sonne konnten Astronomen eine ganze Reihe von astronomischen Daten ablesen. So waren sie in der Lage, an diesem Tor die Häufigkeit der Schalttage, die geographische Lage des Ortes, Sonnenwenden, Planetenbahnen und Sonnenfinsternisse in allen Teilen der Welt abzulesen. Somit schien den Menschen damals tatsächlich bekannt gewesen zu sein, dass die Erde eine rotierende Kugel ist und sich um die Sonne dreht.

Unglaublich was unsere Vergangenheit zu bieten hat.