7 letzte Fotos und Videos von bereits ausgestorbenen Tieren

Momentan gibt es etwa fünf bis neun Millionen Tierarten auf der Welt, aber jedes Jahr sterben etwa 58.000 Tierarten aus. Die meisten von ihnen kennt ihr bestimmt nicht, doch unter den ausgestorbenen Tieren gibt es auch ein paar prominente Vertreter. Von den folgenden sieben Tieren habt ihr aber bestimmt schon gehört. Die letzten Fotos und Videos dieser Lebewesen, jetzt in diesem Video.

Beutelwolf

Beutelwolf
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Der Beutelwolf war ein räuberisches Beuteltier, das in Australien lebte. Das nachtaktive Tier, das etwa so groß wie ein Hund war, lebte ursprünglich in offenen Wäldern und Grasländern. Doch die Menschen drangen immer mehr in seinen Lebensraum ein und verdrängten ihn schließlich in die Tiefen der Wälder. Fälschlicherweise dachte man im 19. Jahrhundert, der Beutelwolf würde Nutztiere reißen, deshalb wurde auf ihn ein Kopfgeld ausgesetzt. Dadurch fanden sehr viele Tiere ihren Tod durch Jäger. Letztendlich lebte der Beutelwolf nur noch in Tasmanien. Das letzte Exemplar, der sogenannte Endling, verstarb 1936 in einem Zoo auf Tasmanien.

Laysan-Ralle

Laysan-Ralle
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Die Laysan-Ralle war ein Vogel, der zunächst nur auf der Insel Laysan, die zu Hawaii gehört, lebte. Dort wurde er zum ersten Mal 1828 von einer Schiffsmannschaft gesichtet. Der Vogel war etwa 15 Zentimeter groß und konnte mit seinen kleinen Flügeln nicht fliegen. Zu einem Aussterben auf Laysan kam es, als Arbeiter Kaninchen frei rumlaufen ließen. Die Kaninchen fraßen fast alle Pflanzen weg, dadurch gab es für die Laysan-Ralle nicht mehr genug Futter. So starben bis 1923 fast alle Tiere. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wollte man ihnen neuen Lebensraum verschaffen und übersiedelte sie auf die Midwayinseln. Dies gelang, dank Ratten und Zerstörung von Vegetation auf den Inseln, leider nicht auf Dauer.

Goldkröte

Goldkröte
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Die Goldkröte hat sich lange Zeit gut versteckt – sie wurde erst in den 1960er Jahren entdeckt. Und kaum entdeckt, war sie auch schon wieder weg, denn seit 1989 gilt sie offiziell als ausgestorben. Wieso es diese Art nicht mehr gibt, weiß man nicht genau. Sie lebten nur in einem kleinen Bereich eines Bergnebelwaldes im Norden von Zentral-Costa-Rica, ihr sehr kleiner Lebensraum könnte also ein Faktor sein. Durch unterschiedliche Witterungen – starker Regen oder zu starke Trockenheit – konnten viele Kaulquappen außerdem gar nicht erst schlüpfen, sondern starben vorher. Möglicherweise spielte dabei auch die globale Erwärmung eine Rolle.

Chinesischer Flussdelfin

Der chinesische Flussdelfin lebte nur im Einzugsgebiet des mittleren und unteren Jangtsekiang, dem längsten Fluss Chinas. Er erreichte eine Größe bis 2,40 Meter und war ein Einzelgänger. Schon vor der christlichen Jahreszählung gab es Berichte in einer chinesischen Enzyklopädie über diese Tiere. Sie sind vermutlich wegen einer Kombination aus Flussverschmutzung, starkem Schiffsverkehr und Fischfang ausgestorben. 1997 konnte man nur noch 23 Exemplare zählen, die Suche nach den Tieren in 2006 und 2007 blieb ergebnislos. Angeblich wurde der chinesische Flussdelfin noch 2007 von Einheimischen beobachtet, diese Berichte konnten aber nicht eindeutig bestätigt werden.

Heidehuhn

Das Heidehuhn war ein fasanenartiger Vogel, der bis 1932 in Nordamerika lebte. Manche Experten glauben, dass die Pilger der Kolonialzeit an Thanksgiving nicht etwa, wie allgemein angenommen, traditionell Truthahn aßen, sondern Heidehuhn. Etwa seit 1870 galt es auf dem Festland als ausgestorben, lediglich auf der Insel Martha’s Vineyard gab es noch Exemplare. Durch Katzen und Wilderer schrumpfte die Population auf 70 Stück. Durch viele Bemühung gelang es, die Zahl wieder nach oben zu bringen, doch nach 1920 sank der Bestand wieder. 1927 gab es nur noch zwei Weibchen, die schließlich starben. Das letzte Männchen starb im März 1932 im Alter von 8 Jahren.

Berberlöwe

Berberloewe
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Der Berberlöwe lebte in Nordafrika und ist in freier Wildbahn dank zahlreicher Wilderer ausgestorben. Das letzte Exemplar wurde 1920 in Marokko erschossen. Optisch war er an seiner dunklen, über die Schultern gehende Mähne zu erkennen. In diversen Zirkussen und Zoos leben Löwen, die zwar sehr wahrscheinlich nicht reinrassig sind, die aber von Berberlöwen abstammen. Auch im Zoo Hannover soll es zwei Löwen geben, die durch Zucht entstanden sind und ebenfalls auf die ausgestorbene Art zurück gehen. Der letzte bewiesene reinblütige Berberlöwe lebte Ende des 19. Jahrhunderts im Londoner Zoo.

Kaspischer Tiger

Kaspischer Tiger
Bildquelle: commons.wikimedia.org

Der Kaspische Tiger gilt seit den 1970er Jahren als ausgestorben. Diese Tigerunterart ist dem Sibirischen Tiger, der als stark gefährdet gilt, sehr ähnlich. Er lebte in Wäldern und Flusstälern in der Türkei, im Iran, in Mittelasien und in Teilen Chinas. Auch bei ihrer Ausrottung spielte die Jagd eine große Rolle, aber auch Naturkatastrophen in ihrem durch Anbauflächen immer begrenzterem Lebensraum sowie Krankheiten wie die Schweinepest und die Maul- und Klauenseuche. Nicht bewiesen worden konnten Berichte von überlebenden Tigern, die bis Anfang der 1990er Jahre in der Türkei gesichtet worden sind.

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