5 Weltrekorde, die niemand schlagen will

Viele träumen davon. Ganze Ortschaften ziehen an einem Strang, haben nur noch ein Ziel vor Augen. Normale Menschen sind plötzlich zu unglaublichen Spitzenleistungen bereit. Es geht um Weltrekorde. Wie beispielsweise der längste Kalte Hund der Welt (734 Meter), den Berliner Schüler kürzlich buken. Oder die 700 Mitarbeiter eines Chemieparks in Dormagen, die einen menschlichen Gabelstapler formten und damit einen begehrten Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde erhielten. Welcher Sportler träumt nicht davon, einen Weltrekord zu knacken? Es gibt jedoch ein paar ganz verrückte Rekorde, die garantiert niemand knacken will. Heute: 5 Weltrekorde, die niemand schlagen will.

Der Ohrhaar-Rekord

Der Inder Radhakant Bajpai hält seit dem Jahr 2008 den Rekord für die längsten Ohrhaare der Welt. 13,2 Zentimeter reichten für den Weltrekord. Bisher hat allerdings auch noch niemand versucht, den Rekord zu knacken. Dazu wäre auch mehr nötig, als einfach nur die Haare wachsen zu lassen. Bajpai, der beruflich als Markthändler tätig ist, wendet täglich ein Spezialshampoo an, damit das Ohrhaar schön geschmeidig bleibt. Während das Engagement von Kollegen und Kunden Bajpais durchaus geschätzt wird, beklagt der Rekordhalter, dass sein sportlicher Ehrgeiz keine offizielle Unterstützung seitens der Regierung erhält. In Neu-Delhi den Ohrbehaarungsrekord für einen »törichten Akt«.

Der Bußgeld-Rekord

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Er ist zwar nicht der schnellste Temposünder, aber das Bußgeld in Höhe von rund 200.000 Euro, ist bislang einsame Spitze. Ein Gericht in St. Gallen war sich sicher, dass der Fahrer eines roten Ferrari Testarossa sich aus »purer Lust an der Geschwindigkeit« mit dem Bleifuß hinter das Steuer setzte und bei Tempo 130 durch ein Dorf raste. Was dem Mann zum Verhängnis wurde: In der Schweiz wird die Höhe des Bußgeldes nicht an der Geschwindigkeit allein, sondern am Einkommen des Verkehrssünders bemessen. In unserem Fall hatte der Ferrarifahrer ein stattliches Vermögen von 15 Millionen Euro auf dem Konto und dazu einige Villen und weitere Sportwagen zur Verfügung. Die Strafe mag also rekordverdächtig sein. Ins Armenhaus wird der Autofahrer dennoch nicht gehen müssen.

Der Fahrprüfungs-Rekord

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Echtes Beharrungsvermögen legte eine 68-jährige Südkoreanerin zwischen den Jahren 2005 und 2009 an den Tag: Nicht weniger als 771 Versuche für die schriftliche Führerscheinprüfung hat die Frau unternommen – und ist jedes Mal durchgefallen. Die zuständige Polizeibehörde in Jeonju im Südwesten des Landes teilte mit, dass die Frau seit ihrem ersten Versuch an fast jedem Werktag erneut versuchte, die begehrte Fahrerlaubnis zu erhalten. Zeitungen berichten, dass die Frau als Vertreterin arbeitet und derzeit mit einem Handkarren unterwegs ist. Aufgeben will sie nicht, denn die Investition von umgerechnet mehr als 2800 Euro in die bisherigen 771 Prüfungsversuche sollen ja nicht umsonst gewesen sein.

Der Rekord mit der schärfsten Frau der Welt

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Dieser Rekord wird ebenfalls von einer Inderin gehalten. Und ja: Es geht um etwas ganz anderes, als der Titel suggeriert. Anandita Tamuly hat innerhalb von zwei Minuten 51 extrem scharfe Chilischoten gegessen. Doch nicht nur das: Gleich im Anschluss rieb sich die Frau live während einer Fernsehshow die Kerne von 25 Chilis in die Augen. Formal ist diese Leistung für einen offiziellen Weltrekord nicht ausreichend, denn Tamuly müsste 16 Jalapenos innerhalb einer Minute verspeisen, um den Rekord von Alfredo Hernandes einzustellen. Die Inderin ist sich sicher, die Marke knacken zu können. Denn mit einem Scoville-Wert von gerade mal 10.000 sind die Jalapenos um ein Vielfaches milder als die Chilischoten, die die Inderin bereits vernascht hat.

Der Pechsträhnenrekord

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Nicht ganz freiwillig ist der Rekord von Terrance Watanabe aus Nebraska zustande gekommen. Der Geschäftsmann verspielte in einem Casino in Las Vegas binnen eines Jahres die gigantische Summe von 127 Millionen Dollar. Hinter diesem Rekord verbirgt sich nicht nur unglaubliches Pech, sondern auch viel Zockereinsatz. Zeitweise spielte Terrance drei Partien Blackjack gleichzeitig und setzte pro Runde 50.000 Dollar. Mittlerweile trifft Terrance die Betreiber des Casinos nur noch vor Gericht. Während das Casino auf die Zahlung von Spielschulden klagt, verlangt Watanabe Schadensersatz und behauptet, man habe ihn mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht. Dem Glücksspiel hat der Pechvogel inzwischen den Rücken gekehrt und sich in eine Therapie begeben.

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