5 Unterschiede zwischen Südkorea und Nordkorea

Die koreanische Halbinsel ist aufgrund des Koreakonfliktes weltweit bestens bekannt. Während der Unterschied der politischen Systeme der beiden koreanischen Länder ebenfalls bekannt ist, wissen nur wenige Menschen, wie unterschiedlich das Leben der Einwohner beider Länder verläuft. Während die Bevölkerung Südkoreas in einem westlich orientierten Staat lebt, Zugriff auf die internationalen Medien hat und ein konsumorientiertes Leben führt, verbringen die Nordkoreaner ihr Leben in einem weitgehend abgeschotteten Land ohne Kontakt zur Außenwelt. Heute: 5 Unterschiede zwischen Südkorea und Nordkorea

Smartphones

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Hinsichtlich der Smartphonenutzung gleicht Südkorea beliebigen Ländern der westlichen Welt. Bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 51 Millionen Menschen existierten im Jahr 2015 58,9 Millionen Smartphoneverträge. In Südkorea existieren somit mehr Smartphones als Menschen, was auf einen intensiven Medienkonsum der dortigen Bevölkerung schließen lässt. Auf den Straßen Seouls finden sich kaum Menschen, die nicht auf den Bildschirm eines Mobiltelefons starren – die Stadt ist in dieser Hinsicht also mit Metropolen der westlichen Welt vergleichbar. Darüber hinaus haben die Smartphonenutzer Zugang zum Internet und können problemlos mit Ausländern kommunizieren. Sie erhalten internationale Nachrichten und können an den Vorgängen in sozialen Medien teilhaben.

In Nordkorea hingegen existierten zum gleichen Zeitpunkt bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 25 Millionen Menschen nur 3,2 Millionen Smartphoneverträge. Die Einwohner des isolierten Landes verfügen im Regelfall also nicht über ein Mobiltelefon. Dementsprechend ist auch das Straßenbild nicht von kleinen Bildschirmen und gesenkten Blicken geprägt. Weitere Einschränkungen ergeben sich in der Nutzung der Smartphones: Zugang zum Internet hat nur ein Bruchteil der Smartphonebesitzer. Auch die Kommunikation mit Ausländern ist – wenn überhaupt – nur extrem eingeschränkt möglich.

Militär

Militär
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Das nordkoreanische Militär ist das viertgrößte der Welt. 1,2 Millionen Nordkoreaner sind Soldaten. In den Medien werden immer wieder Bilder großer Militärparaden gezeigt. Nicht selten werden im Zuge dessen Raketen, Atomsprengköpfe und ähnliches präsentiert. Nordkorea betreibt insgesamt einen enormen Aufwand, um ein derart gigantisches Militär unterhalten zu können – so fließt beispielsweise ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts ins Militär.

Südkorea hingegen verfügt über eine Armee von 630.000 Soldaten. Die Armee ist der nordkoreanischen personell in allen Bereichen unterlegen. Erstaunlich ist, dass Südkorea mehr als doppelt so viele Einwohner besitzt wie Nordkorea – das nordkoreanische Militär ist jedoch beinahe doppelt so groß wie das südkoreanische Pendant.

Lebenserwartung

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Südkoreaner werden durchschnittlich zwölf Jahre älter als Nordkoreaner. Die Lebenserwartungen in den beiden koreanischen Ländern entwickelten sich seit den 1980er-Jahren stark auseinander. Während Südkoreaner von einer guten medizinischen Versorgung profitieren und permanent auf Nahrungsmittel zurückgreifen können, hungern viele Nordkoreaner, die zumeist in ärmlichen Verhältnissen ohne angemessene Versorgung leben. In den 1990er-Jahren kam es in Nordkorea zudem zu Hungersnöten, die die Lebenserwartung weiter senkten.

Heute werden Südkoreaner im Durchschnitt 82 Jahre alt, während Nordkoreaner über eine durchschnittliche Lebenserwartung von 70 Jahren verfügen.

Stellung der Frau

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Die Stellung der Frau in Nordkorea ist – für viele westlich geprägte Menschen überraschend –gleichberechtigt. Frauen dürfen Soldatinnen oder Polizistinnen werden. Sie gehen Berufstätigkeiten nach und leben ein weitgehend selbstbestimmtes Leben. Selbstverständlich haben sie sich gewissen Regeln zu beugen – dies gilt jedoch auch für die nordkoreanischen Männer.

In Südkorea ist die Stellung der Frau mit der in westlichen Ländern identisch.

Kleidung und Kosmetik

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Während Südkoreaner in aller Regel westlich gekleidet sind und stets Zugang zur neuesten Mode erhalten, tragen Nordkoreaner „traditionelle Kleidung“. Sie müssen sich im Alltag recht strikten Kleidungsvorschriften beugen. Schüler tragen Uniformen, Frauen mussten zumindest in früheren Zeiten verpflichtend Röcke tragen. Darüber hinaus herrschen Vorschriften, die regeln, welche Frisuren getragen werden dürfen. Über den Schwarzmarkt gelangen jedoch auch westliche Kleidung und ähnliches nach Nordkorea.

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