5 Tiere, die von Menschen bis zum Aussterben gejagt wurden

Heute wissen wir, dass im Laufe Millionen von Jahren unzählige Arten von Tieren ausgestorben sind. Sicher gibt es hierfür viele natürliche Umstände, aber in jüngerer Zeit ist vor allem der Mensch durch Zerstörung und Jagt hierfür verantwortlich. Heute.  5 unglaubliche Tiere, die von Menschen bis zum Aussterben gejagt wurden.

5 Tasmanischer Wolf

tasmanischer-wolf

Quelle: Wikimedia

Der Tasmanische Wolf, oder auch Beutelwolf war ursprünglich das größte fleischfressende Beuteltier der Welt, welches in den Waldgebieten und Grasländern Australien‘s beheimatet war. Diese Exemplare erreichten ein Gewicht von bis zu 30 Kilogramm bei einer Länge von bis zu 130 Zentimetern. Charakteristisch war ein kurzes Fell, welches schwarzbraune Querstreifen am Hinterteil und an der Schwanzwurzel hatte. Der Tasmanische Wolf war ein nachtaktiver Jäger, der seine Beute mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h bis zur Ermüdung jagen konnte und ernährte sich überwiegend von kleineren Säugetieren und Vögeln. Während der Beutelwolf noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts weit verbreitet war, wurde 1830 ein Kopfgeld auf die Tiere ausgesetzt, da man fälschlicher Weise annahm, dass dieser Wolf Schafe tötete. Tatsächlich war jedoch nach neuerer Erkenntnis die Bisskraft viel zu gering und so wurde das Reißen der Schafe verwilderten Hunden zugeschrieben. Dennoch wurde der Bestand durch Tötung so stark dezimiert, dass diese Art bereits 1910 als selten galt. Obgleich 68 Tiere in Zoos weltweit gehalten wurden um das Überleben dieser Art zu sichern, starb das letzte Exemplar im September 1936 im Beaumaris Zoo in Tasmanien.

4 Dodo

Der Dodo, auch bekannt als die Dronte war ein Vogel, welcher vermutlich 1690 ausgestorben ist. Dieses bis zu einem Meter große Tier war ausschließlich auf Mauritius beheimatet und wurde erstmalig 1598 entdeckt. Nachdem eine niederländische Flotte in einen Sturm geraten war und ein Teil der Schiffe auf der damals unbewohnten Insel Mauritius landeten, kam eine Gruppe von Seeleuten, die mit der Nahrungsmittelsuche beauftragt waren, mit dem flugunfähigen Vogel zurück. Gekennzeichnet waren diese Exemplare durch ein blaugraues Gefieder, einen ca. 23 Zentimeter langen, gebogenen Schnabel und einem massigen Körper. Ausgewachsene Dodo’s wogen mehr als 20 Kilogramm. Es wird angenommen, dass das Aussterben des Dodo auf eingeschleppte Ratten und eingeführte Haustiere zurückzuführen ist, da diese die bodennahen Gelege plünderten und die Eier fraßen.

3 Chinesische Flussdelfin

Der Chinesische Delfin, oder auch Baiji ist ausschließlich im Einzugsgebiet des Jangtsekiang, einem Fluss Chinas beheimatet. Mit einer Länge von bis zu 240 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 160 Kilogramm, gehört der Chinesische Delfin zur Ordnung der Wale. Seit den 80-er Jahren ist dieses Exemplar eines der seltensten Säugetiere der Welt. Noch im Jahr 1986 war die Population auf ca. 300 Exemplare geschätzt worden. Durch zunehmende Umweltbelastungen und Verunreinigungen des Wassers wurde bereits 1998 der Bestand auf 50 Tiere geschätzt, wobei lediglich 23 gezählt wurden. Im Jahr 2002 wurde letztmalig ein lebendes Tier fotografiert. In den Folgejahren wurden unzählige Versuche unternommen, lebende Exemplare zu finden. Diese waren jedoch nicht erfolgreich. Heute muss davon ausgegangen werden, dass diese Art ausgestorben ist.

2 Stellers Seekuh

Die Stellers Seekuh, oder auch Stellersche Seekuh wurde erstmalig 1741 von Georg Wilhelm Steller bei einer Expedition entdeckt, nachdem das Expeditionsschiff vor Kamtschatka gestrandet war. Die Stellersche Seekuh, die zur Ordnung der Seekühe gehört, wurde bis zu 8 Meter lang und bis zu 10 Tonnen schwer. Die dunkelbraune Haut war mehrere Zentimeter dick und hatte zum Schutz vor Kälte eine dicke Fettschicht. Die Vorderarme waren kurz und die Zähne zurückgebildet, so dass das Tier seine bevorzugte Nahrung „Tang“ zwischen zwei Kauplatten zerrieb. Bei seiner Entdeckung gab es noch ca. 2000 lebende Exemplare, die jedoch aufgrund einer geringen Geburtenrate und durch den Menschen bereits innerhalb weniger Jahre völlig ausgestorben sind. Ein letztes Exemplar soll 1768 von Pelztierjägern erschlagen worden sein. Heute existieren weltweit nur noch 20 Skelette, von denen einige in Deutschland ausgestellt sind.

1 Riesenalk

Am 30 Juni 1844 wurden die letzten beiden Exemplare des Riesenalk von 2 islandischen Fischern erwürgt, nachdem sie von einem dänischen Vogelsammler damit beauftragt wurden, Ihm eines dieser seltenen Tiere zu liefern, um es auszustopfen. Der Riesenalk war ein flugunfähiger Vogel, der einem Pinguin ähnelte. Ausgewachsene Exemplare erreichten eine Körpergröße von bis zu 85 Zentimetern und ein Gewicht von ca. 5 Kilogramm und ernährten sich vornehmlich von Fischen. Während sein Vorkommen zur Brutzeit auf die kälteren Klimazonen der Nordhalbkugel begrenzt war, gibt es Hinweise darauf, dass der Riesenalk während des Winterhalbjahres in den wärmeren Süden auswanderte. Neben Naturkatastrophen, wie zum Beispiel Vulkanausbrüchen ist sein Aussterben vor allem Plünderungen hungriger Matrosen zuzuschreiben. Darüber hinaus wurden unzählige Exemplare mit Knüppeln erschlagen, um die Daunen zu gewinnen. Da die Weibchen lediglich 1 Ei pro Jahr legten, konnte sich der Bestand nicht erholen und die Art starb aus.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here