10 Orte, die geheimnisvoller sind als das Bermudadreieck

Unsere Welt steckt voller Geheimnisse, voller verwunschener Orte und überall stehen Bauwerke, deren Zweck bis zum heutigen Tage nicht ergründet werden konnte. Jeder kennt Orte wie das Bermudadreieck oder Stonehenge, doch gibt es noch andere, die noch viel geheimnisvoller sind. Wir stellen dir zehn rätselhafte Orte vor.

Berg der Kreuze
Berg der Kreuze – © Stefano Zaccaria / Shutterstock.com

Das Mysterium des Djatlow-Passes

Selbst nach 60 Jahren konnte das Rätsel des Djatlow-Passes nicht gelöst werden. Der Pass liegt im nördlichen Ural, inmitten von Russland. Die einheimischen nennen den nahen Berg „Cholat Sjachl“. Das heißt so viel wie „Berg des Todes“. Hier fanden am 2. Februar 1959 neun Personen auf mysteriöse Weise den Tod. Sie waren Studenten und wollten hier Ski fahren. Ihr Weg führte sie durch eine verschneite Landschaft bei Minusgraden. Am 12. Februar sollten sie die Siedlung Wischai erreichen und sich hier mit einer Sportgruppe treffen. Jedoch kamen sie nie an. Ein paar der Leichen wurden erst Tage später gefunden.

Sie waren halbnackt erfroren. Zuvor schienen sie ihre Zelte von innen aufgeschnitten zu haben und waren dann mit wenig Kleidern am Körper heraus gerannt. Die verbliebenen Studenten wurden erst im Mai gefunden, als der Schnee geschmolzen war. Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass sie an schweren Knochenbrüchen im Brustkorb und am Schädel verstarben. Jedoch wiesen sie keine äußerlichen Verletzungen auf. In der Umgebung waren auch keine Spuren eines Kampfes. Allerdings waren die Kleider der Studenten radioaktiv verstrahlt. Deswegen und weil bis heute die offiziellen Akten unter Verschluss gehalten werden, glauben viele, dass die Sowjetunion hier eine geheime Waffe getestet hatte.

Das verfluchte Fort

Neben der Ruine des Fort Bhangharh weist ein Schild explizit daraufhin, das Gelände nicht bei Nacht zu betreten. Denn das Fort im indischen Staat Rajastan gilt als verflucht. Es gibt mehrere Geschichten darüber, wie dieser Fluch zustande gekommen sein soll. In einer Version soll der Zauberer Singh das Fort verflucht haben, als sich ihm die darin lebende Prinzessin verweigerte. Ein Jahr später wurden alle Menschen im Fort während eines Krieges getötet, auch die Prinzessin. Nach einer anderen Legende soll ein Einsiedler die Bewohner verflucht haben, weil der Bau ihn störte. Die Bauarbeiter hörten nicht auf seine Bitte, mit dem Bau aufzuhören. Auch in dieser Version sind danach alle Bewohner in einem Krieg umgekommen. Die Bewohner in der Umgebung glauben, dass die Geister derjenigen, die im Krieg gestorben sind, nun diesen Ort heimsuchen. Heute zieht das Fort Bhangharh viele Touristen an. Aber nur tagsüber.

Das Teufelsmeer im Südpazifik

Das Teufelsmeer ist dem Bermudadreieck ähnlich. Es wird auch als Drachendreieck bezeichnet. Das Teufelsmeer liegt im Südpazifik, südlich von Japan. Der Name stammt von den japanischen Fischern. Auch wie im Bermudadreieck sollen hier Schiffe und Flugzeuge unter mysteriösen Umständen verschwinden. Der Umstand, dass das Bermudadreieck und das Teufelsmeer sich auf demselben Breitengrad befinden, hat bestimmt zur Legendenbildung beigetragen. Im Teufelsmeer sollen in den 60er Jahren gleich mehrere japanische Fischerboote verschwunden sein. Auch ein Flugzeug der US-Luftwaffe mit 67 Soldaten war durch das Teufelsmeer geflogen und tauchte danach nie wieder auf.

Die Südatlantische Anomalie

Unsere Erde besitzt ein Magnetfeld, welches uns vor der Strahlung aus dem Weltraum schützt. Allerdings nimmt dieses Magnetfeld jedes Jahr ab. Besonders im Südatlantik und über Südamerika hat sich eine Schwächezone entwickelt: die Südatlantische Anomalie. Das Zentrum dieser Anomalie liegt vor Brasiliens Küste. Forscher diskutieren darüber, ob diese Anomalie nicht ein Zeichen dafür ist, dass sich bald die Polen der Erde umkehren. Das Magnetfeld der Erde hat einen Nord- und einen Südpol. Eine Umkehrung der Polen könnte verheerende Folgen auf das Magnetfeld der Erde und das Klimas haben. Eine geringe Stärke war in der Erdgeschichte schon immer der Vorbote einer Umkehrung. In der Anomalie zeigt sich, was das bedeuten könnte: Flugzeugpassagiere sind hier erhöhter Strahlung ausgesetzt und Satelliten fallen hier besonders oft aus.

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Die Knochenkirche von Sedletz

Die Kirche in der tschechischen Stadt Kutná Hora macht von außen einen ganz normalen Eindruck. Das Innere sieht jedoch wie aus einem Horror-Film aus. Wände und Säulen sind mit Tausenden von Knochen und Schädeln dekoriert. Die Knochendekoration hat ihren Ursprung im 15. Jahrhundert. Im nahen Friedhof soll es einfach zu viele Tote gegeben haben, denn hier wollten sich besonders viele Menschen beerdigen lassen.

Deswegen wurden die Knochen der Toten ausgegraben und zu einer Pyramide aufgeschichtet. Diese Pyramide wurde im Beinhaus der Kirche aufgebaut. 1870 wurde dann der Holzschnitzer und Tischler František Rint engagiert, um mit den Knochen von rund 10.000 Menschen das Innere auszuschmücken. Kelche, ein Familienwappen, Ketten, Kronleuchter und noch vieles mehr wurden aus unterschiedlichsten Knochen und Schädeln geschaffen. Rint bleichte und zerlegte die Gebeine selbst. Die Knochenkirche von Sedletz ist nicht das einzige Knochenhaus in Tschechien, aber gewiss das beeindruckendste.

Berg der Kreuze

Dieser Berg ist ein katholischer Wallfahrtsort in Litauen. Seinen Namen „Berg der Kreuze“ erhielt er von den unzähligen Kreuzen, die hier aufgestellt wurden. Schon im Mittelalter sollen hier die ersten Kreuze aufgestellt wurden sein, man weiß aber bis heute nicht genau, wie das Ganze angefangen hatte. Nach einer Legende hatte ein Vater, dessen Tochter krank war, von einer Frau geträumt. Diese sagte ihm, dass er ein Kreuz auf den Hügel stellen sollte. Als er nach Hause zurückgekehrt war, war seine Tochter wieder gesund. Jahrhunderte später wurde der Hügel zu einer Trauerstätte für die besetzten Litauer.

1830 und 1863 rebellierten die Litauer und Polen gegen die russische Besetzung. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und die Litauer begannen, für jeden Getöteten ein Kreuz auf dem Hügel aufzustellen. Unter sowjetischer Besetzung wurden viele Litauer nach Sibirien deportiert. Also die Deportierten nach Stalins Tod heimkehrten, hatten sie für ihre in Sibirien verstorbenen Freunde auf dem Berg Kreuze aufgestellt. In der Nachfolgezeit versuchten die Sowjets mehrmals, die Kreuze zu entfernen und den Hügel zu zerstören. Doch jedes Mal platzierten die Litauer heimlich mehr Kruzifixe. Mittlerweile stehen auf und um den Hügel mehr als 50.000 Kreuze.

Die Ruinen von Teotihuacán

Teotihuacán war einst die Hauptstadt eines prähistorischen Reiches inmitten von Mexiko. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt vom 1. Jahrhundert vor Christus bis zum 6. Jahrhundert nach Christus. Bis zu 200.000 Menschen sollen hier einstmals gelebt haben, womit Teotihuacán zu den größten Städten der Welt gehörte. Nach 750 wurde die Stadt aus bis heute unbekannten Gründen verlassen. Als die Azteken später die Stadt fanden, war sie bereits eine Ruine. Jedoch beeindruckten die Bauwerke von Teotihuacán sie so sehr, dass sie ihr diesen Namen gaben. Er bedeutet so viel wie „Wo man zu einem Gott wird“. Die beeindruckendsten Anlagen der Stadt sind wohl die beiden Pyramiden. Die Sonnenpyramide ist die drittgrößte Pyramide der Welt und 65 Meter hoch. Dann gibt es noch die Mondpyramide, ebenfalls mit 46 Metern von beachtlicher Größe. Auf ihrem Höhepunkt war die Stadt 20 Quadratkilometer groß. Heute gehört Teotihuacán zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Der künstliche Hügel Silbury Hill

Der Silbury Hill in Großbritannien ist mit einer Höhe von 37 Metern und einem Durchmesser von 167 Metern der größte künstlich angelegte prähistorische Hügel der Welt. Der Hügel soll etwa 4.700 Jahre alt sein und gehört mit Stonehenge und den Steinkreisen von Avesbury zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bis heute konnte nicht geklärt werden, warum die Menschen vor 4.700 Jahren diesen Hügel aufschichteten. Überreste von Menschen konnten bei Grabungen nicht gefunden werden. Ein Hügelgrab war es demnach nicht. Nach einer Theorie handelt es sich bei dem Hügel um ein Sonnenobservatorium. Der Hügel wirft einen Schatten auf den Boden, mit dem sich der Sonnenverlauf beobachten ließ. Oder der Hügel diente als Skulptur der Erdgöttin.

Machu Picchu

Machi Picchu war eine Stadt der alten Inka. Die Ruinen befinden sich auf einer Bergspitze inmitten der Anden, auf 2430 Metern Höhe. Die Stadt soll um 1450 erreichtet wurden sein. Nicht nur die Lage der Stadt ist außergewöhnlich, sondern auch, wie sie aufgebaut ist. Machu Picchu erstreckt sich über mehrere Terrassen, die über ein System von Treppen miteinander verbunden sind. Viele dieser Terrassen dienten der Landwirtschaft. Noch heute sind die Kanäle in der Lage, von der Spitze der Stadt aus Wasser bis hinunter in die tiefsten Terrassen zu transportieren. Machu Picchu soll bis zu 1000 Menschen versorgt haben. Wirklich sicher, wozu diese Stadt gerade hier erbaut wurde, ist man sich bis heute nicht. Eine Theorie geht davon aus, dass hier die Königsfamilie Zuflucht fand. Heute gehört Machu Picchu zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen Perus.

Der Schatz von Oak Island

Um die nur 1,5 Kilometer lange Insel Oak Island ranken sich verschiedenste Legenden. Sie alle handeln von einem Schatz, der hier angeblich begraben sein soll. Oak Island befindet sich in der Mahone Bay an der kanadischen Küste. Auf der unbewohnten Insel gibt es nichts weiter als ein paar schroffe Felsen und Bäume. 1795 legte hier Daniel McGinnis mit seinem Boot an, weil er auf der Insel nachts geheimnisvolle Lichter sah. Der 16-jährige fand dann einen Schacht und die Reste eines Seils. Später kehrte er mit ein paar Freunden zurück. Sie gruben beim Schacht und stießen bald auf eine Schieferplatte.

Da ihnen die Ausrüstung fehlte, gründeten sie Jahre später eine Firma und kauften die Insel. Bei ihren Grabungen fanden sie weitere Schieferplatten und Kokosfasern. Solche Fasern wurden damals oft zur Abdeckung verwendet. In 27 Metern Tiefe stießen sie auf eine Schieferplatte mit mysteriösen Schriftzeichen. Doch das Salzwasser und die versiegenden Geldmittel ließen sie die Arbeit einstellen. Andere Schatzsucher wurden auf die Insel aufmerksam, jedoch konnte bis zum heutigen Tag kein Schatz gefunden werden. Manche glauben, dass sich auf Oak Island der Schatz von Francis Drake befindet. Andere hingegen, dass es die verschollenen Manuskripte von Francis Bacon sind, die beweisen, dass er die Shakespeare Stücke geschrieben haben soll.