10 furchteinflößende Tiere, die ausgestorben sind

Heute ist bereits vieles über die Evolution und die Geschichte der Erde bekannt. Aufgrund verschiedener Funde und mittels moderner Technik können Wissenschaftler ein sehr genaues Abbild prähistorischer Tiere machen und uns in vergangene Jahre mitnehmen. Manchmal ist es kaum vorstellbar, wie groß und furchteinflößend einige vertreten waren. Heute. 10 furchteinflößende Tiere, die ausgestorben sind.

10 Arthropleura

Die Arthropleura ist mit einer Größe von bis zu 2,50 Metern der wohl größte Vertreter landbewohnender Gliederfüßler, die jemals gelebt haben. Diese Exemplare lebten vor 332 bis 290 Mio. Jahren und waren in Nordamerika und Europa vertreten. Bei einer Breite von bis zu 48 Zentimetern hatten diese, den Tausendfüßlern ähnlichen Tiere, ca. 32 Körpersegmente mit je einem Beinpaar. Aufgrund von Gesteinen die in den Fossilien gefunden wurden, konnte hergeleitet werden, dass der bevorzugte Lebensraum Sumpfwälder und Tiefebenen waren. Über die Nahrungsgewohnheiten ist bis dato nichts bekannt.

9 Phorusrhacos

phorusrhacos

Quelle: Shutterstock

Der Phorusrhacos war eine Vogelgattung, die vor 15,9 bis 11,6 Mio. Jahren in Südamerika lebte. Ausgewachsene Exemplare erreichten eine Größe von bis zu 2,50 Metern bei einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm. Da diese Exemplare einen kräftigen Hakenschnabel besaßen, wird vermutet, dass diese Fleischfresser waren. Obgleich die Flügel zurückgebildet, und somit diese Vertreter flugunfähig waren, hatten sie sehr lange Beine, mit denen Sie wahrscheinlich in der Lage waren sehr schnell zu laufen.

8 Titanoboa

Die Titanoboa ist die bis dato längste bekannte Schlange der Geschichte. Im Jahr 2009 wurden Überreste dieser Riesenschlange in einer Kohlemine in Kolumbien gefunden. Auf Basis dieses Fundes konnte eine Gesamtlänge von ca. 13 Metern und ein Gewicht von über einer Tonne rekonstruiert werden. Die Titanoboa lebte vermutlich vor 60 bis 58 Mio Jahren im Paläozän. Dort bevorzugte sie die warmen Tropen und Gewässer Südamerikas und ernährte sich von kleinen bis mittelgroßen Wirbeltieren.

7 Anomalocaris

Der Anomalocaris war ein wirbelloses Tier, welches im Wasser lebte. Ausgewachsene Exemplare erreichten eine Länge von 60 bis 120 Zentimeter. Charakteristisch für diese Art waren ein Paar bis zu 3 Zentimeter große, lange Stielaugen und zwei bewegliche Greifer, die an der Mundöffnung angebracht waren. Mit diesen konnte der Anomalocaris Beutetiere festhalten und einsaugen. Fossilien dieser vor 530 bis 501 Mio Jahre lebender mariner Tiere wurden in Nordamerika, Asien und Australien gefunden.

6 Megalodon

Der Megalodon gehört zu einer ausgestorbenen Haiart, die vor 20,43 bis 2,6 Mio Jahren in wärmeren Gewässern lebte. Diese Vertreter waren mit einer Länge von 15,9 bis 20,3 Metern die vermutlich größten Haie, die je gelebt hat. Obgleich bis dato nur wenige Überreste gefunden wurden, scheint der Megalodon dennoch sehr verbreitet gewesen zu sein. Zahnfunde sind in Australien, Europa, Afrika, Indien, Japan, Süd-und Nordamerika dokumentiert. Es wird vermutete, dass der Riesenhai in einer Tiefe von weniger als 200 Metern lebte. Die mehr als 18 Zentimeter langen Zähne hatten eine dreieckige Form und waren Vorne symmetrisch und Hinten asymmetrisch in den Kiefern angebracht. Aufgrund der Größe der Zähne konnte ein Gebiss rekonstruiert werden, dass vermuten lässt, dass die Breite über 3 Meter und die Höhe etwa 2,50 Meter betrug. Berechnungen ergaben eine Beißkraft, die 10 Mal so stark war, wie die des weißen Haies. Mit dieser konnte der Megalodon problemlos Wale jagen und sich von diesen ernähren.

5 Sarcosuchus

Der Sarcosuchus lebte in der Unter- bis Oberkreide vor 112,9 bis 93,9 Mio. Jahre im heutigen Afrika. Dieses einem Krokodil ähnelnde Tier konnte eine Länge von bis zu 11 Metern erreichen. Überreste des Sarcosuchus wurden bis dato an 2 Orten in Afrika gefunden. In dem etwa 1,60 Meter langen Schädel waren messerscharfe Zähne untergebracht, mit denen er nicht nur Fische jagte, sondern auch größere Tiere, die sich Ufernah aufhielten. Zu seinem bevorzugten Lebensraum gehörten Süßgewässer und Brackwasser.

4 Therizinosaurus

Der Therizinosaurus, auch bekannt als die Sensenechse konnte eine Gesamtlänge von 9 Metern erreichen. Dieser Dinosaurier lebte vor 76,4 bis 69,9 Mio Jahren . Aufgrund gefundener Fossilien konnte hergeleitet werden, dass diese Art einen kleinen Schädel und einen langen Hals hatte. Darüber hinaus ging der Therizinosaurus auf 2 Beinen. Charakteristisch waren riesige Klauen an den drei Fingern seiner Hand, die vermutlich zum Zweck der Verteidigung gegen Raubtiere dienten. Die Sensenechse ernährte sich vermutlich von Pflanzen.

3 Dunkleosteus

Der Dunkleosteus war eine Gattung von Panzerfischen, die vor etwa 380-360 Mio. Jahren in den Flachmeeren lebten. Dieser kiefertragende Fisch erreichte eine Länge von 6 Metern und war durch seine beeindruckende Größe das bisher größte bekannte Tier seiner Zeit, während des Oberdevon. Da zur Gattung des Dunkleosteus drei bis vier Arten gezählt werden, erreichte der Dunkleosteus terrelli sogar eine Größe von 9-10 Metern. Fossilien dieser Lebewesen wurden in Nordamerika, Afrika und Europa gefunden. Er hatte einen silberfarbigen Bauch und einen roten Rücken. Obgleich dieser Fisch keine Zähne hatte, besaß er eine sehr starke Beißkraft, was ihn zu einem Spitzenräuber in seinem Lebensraum machte. Interessanter Weise, war es dem Dunkleosteus aufgrund seines Kieferbaus nicht möglich Beutetiere zu zerkauen, so dass vermutet wird, dass er diese mit einer schnellen Öffnung seines Maules einsaugen konnte.

2 Helicoprion

Der Helicoprion war eine Knorpelfischart, die eine spiralförmige Zahnreihe besaß. Diese bestand aus bis zu 180 Zähnen, in mehr als 3 Umgängen und waren im hinteren Kiefer gelegen, wobei der Kiefer Roll- und Gleitbewegungen erzeugte. Es wird angenommen, dass diese Spirale wie eine Kreissäge funktionierte, so das Beutetiere zersägt und zerrieben wurden. Zu seiner bevorzugten Beute zählten wahrscheinlich Tiere aus weichem Gewebe, wie zum Beispiel Tintenfische. Der Helicoprion lebte vor 279,5 bis 268,8 Mio Jahren. Da von diesem prähistorischen Tier lediglich die Zähne als Fossilien erhalten sind, war die Gestalt und Funktionsweise der spiralförmigen Zähne lange unklar. Die Wissenschaftler des Museums Idaho Museum of Natural History konnten den Helicoprion rekonstruieren und gehen von einer Größe von bis zu 7,6 Metern aus.

1 Gigantopithecus

Der Gigantopithecus gehörte zur Gattung der Primaten und ist mit mehr als 3 Metern Größe, der wohl größte Menschenaffe der Erdgeschichte. Funde aus Nordindien und Pakistan gelten als 7 bis 8 Mio. Jahre alt. Eine Studie die 2015 publiziert wurde, geht davon aus, dass sich der Gigantopithecus von Blättern und Früchten ernährte. Die Wissenschaftler vermuten darüber hinaus, dass diese Art während der Eiszeitphasen des Pleistozäns ausgestorben ist, da die Wälder in denen der Gigantopithecus beheimatet war verschwanden und dieser sich nicht schnell genug an die darauf folgende Savannenlandschaft angepasst hat.

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