10 Entdeckungen, die Menschen reich machten

Trödel-Shows im Fernsehen, der neue Trend der alten Flohmärkte und die Entdeckungsreisen auf dem Dachboden der Großeltern: Auf der gesamten Welt sind Menschen zu Schatzsuchern geworden. Sie gucken an den verschiedensten Orten nach Reliquien, Besonderheiten und Artefakten, die in irgendeiner Form besonders wertvoll sein können. Oft genug sind die besonders wertvollen Dinge aber gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen. So zum Beispiel bei den folgenden Beispielen, bei denen keiner der Entdecker ernsthaft mit dem Wert des Fundstücks gerechnet. Da wird man schon einmal von Geld in der Wand überrascht – oder dem tatsächlichen Wert von Ausdünstungen von Meereskreaturen. Diese zehn Entdeckungen haben ihre Finder reich gemacht.

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Bild: NATNN/Shutterstock.com

Der Depotfund von Hoxne

Peter Whatling verlor auf dem von ihm gepachteten Feld im Herzen von England einfach nur seinen Hammer. Ein Freund mit einem Metalldetektor erwies sich als hilfreich und wollte das verloren geglaubte Werkzeug bergen. Was folgte war Geschichte: Nachdem sie einige Münzen auf dem Feld entdeckten, wurden die Behörden informiert, die wiederum Archäologen schickten. Durch die professionell Arbeit war es möglich, auf dem Feld den bis dato größten Hortfund von römischen Münzen in England auszuheben. Nachdem das Museum für britische Geschichte die Funde taxierte und ausstellte, sollten auch die beiden Finder an dem Lohn beteiligt werden: 1,75 Millionen Pfund erhielt Whatling dafür, dass er dabei geholfen hat, diesen bedeutsamen Schatz zu finden. Sein Freund mit dem Detektor bekam die Hälfte davon – also für beide Männer eine überaus lohnenswerte und gänzlich unerwartete Entdeckung.

Wal-Erbrochenes als Lifechanger

Khalid al-Sinani war bereits sein gesamtes Leben zur See gefahren und versuchte Tag für Tag an den Küsten des Omans mit der Fischerei sein Leben zu bestreiten. Als er zusammen mit zwei Kollegen wieder einmal auf das Meer hinausfuhr, erwartete ihn zwar nicht der ganz große Fang in Form eines Fisches, wohl aber eine lebensverändernde Entdeckung. Auf der Oberfläche des Meeres schwamm ein Klumpen Amber. Dabei handelt es sich wortwörtlich um das Erbrochene von Walen. Was auf den ersten Blick mehr als einfach nur eklig klingt, ist tatsächlich der Grundstoff für die Produktion von Parfümen und Duftwässern aus der gesamten Welt.

Ist das Amber erst einmal an der Oberfläche entwickelt es binnen von kurzer Zeit einen sehr angenehm Duft und ist darüber hinaus noch überaus selten. Khalid al-Sinani sammelte sein Fundstück ein und bekam ein Angebot über beinahe 3 Millionen Dollar. Er wollte sein Fundstück allerdings versteigern und von dem Geld die Fischerei an den Nagel hängen und stattdessen in das Immobiliengeschäft einsteigen.

Der erste Superman

Dass die Liebhaber von Comics schon einmal den einen oder anderen Euro mehr für ein seltenes Exemplar hinlegen würden ist bekannt. Die besonders wertvollen Stücke sind aber inzwischen so selten geworden, dass sie nur noch in ganz besonderen Auktionen angeboten werden. Noch seltener ist es, wenn ein solches Stück durch Zufall und in einem sehr gut erhaltenen Zustand zurück an die Öffentlichkeit kommt. So geschehen 2014 in Amerika. Ein Mann aus West Virginia hatte das erste Superman-Heft aus dem Jahr 1938 über viele Jahre in einer Kiste auf seinem Dachboden aufbewahrt. Er verkaufte es an einen Händler, der es wiederum 2014 bei Ebay einstellte.

Ursprünglich gab es einmal 200.000 Stück von dieser Erstausgabe. Im Laufe der Jahrzehnte gingen aber nicht nur viele der Hefte verloren, vor allem der Zustand dieser Artefakte der Comicgeschichte war meist desaströs. Dieses neuwertig erscheinende Heft bescherte Ebay eine ganz eigene Reichweite. Für 3,2 Millionen Dollar wechselte das Heft den Besitzer. Damit wurde nicht nur der Händler reicher, sondern auch die Stiftung des inzwischen verstorbenen Superman-Darstellers Christopher Reeve, der nach einem Unfall eine Querschnittslähmung erlitt.

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Der königliche schwarze Opal

Australien ist unter Kennern bekannt für seine Vielfalt an Bodenschätzen und dafür, dass hier bis heute ganz besondere Edelsteine jeder Art gefunden werden. In den letzten Jahrzehnten wurden in den Minen im Outback mehrfach Edelsteine von herausragender Größe gefunden. Dieses Stück hat aber sogar Kenner und Sammler in Erstaunen versetzt. Ein Mann namens „Bobby“ hatte sein Lebtag mit dem Schürfen und Abbau von Metallen und Edelsteinen zugebracht. Als er eines Abends nach Hause kehrte fand er ein besonders schönes Stück, das er im Anschluss über Monate polierte und aufarbeitete. Das Ergebnis war ein schwarzer Opal.

Diese Steine sind schon von Natur aus äußerst selten. In dieser Größe hat es aber bisher noch niemand gesehen: 14 Jahre bewahrte er den 306-Karat Opal unter seiner Matratze auf, ehe er ihn für 3 Millionen Dollar an eine Schmuckdesignerin verkaufte. Seitdem wird „der königliche Opal“ überall auf der Welt auf Messen und Ausstellungen gezeigt und ist ein Beweis für die Vielfalt der Edelsteine, die vielleicht noch in Australien zu finden sind.

Der große Goldklumpen

Dabei sollte eigentlich bekannt sein, dass es im australischen Boden einiges zu finden gibt. Immerhin gab es hier – beinahe unbekannterweise – eine Goldgräber-Stimmung. Besonders in der Nähe von Melbourne und Victoria sind bis heute Gräber auf der Suche nach dem ganz großen Fund. Ganz groß war der Fund eines anonymen Mannes 120 Kilometer von Melbourne entfernt tatsächlich. Mit der Hilfe eines modernen Metalldetektors zog er einen der vielleicht größten Goldbrocken der letzten zwanzig Jahre aus dem Boden und war mit einem Schlag reich.

22 Zentimeter lang und 14 Zentimeter dick – sowie beinahe fünf Kilo schwer. Der Schatzsucher hat gerade erst mit seinem Hobby begonnen und trotzdem einen der größten Nuggets der modernen australischen Geschichte aus dem Boden gezogen. Der Brocken sollte dabei etwa 250.000 Euro erzielen und hat die Goldgräberstimmung in dem Gebiet ein weiteres Mal angeheizt.

Der Geldschatz in der Wand

Nicht immer bringen die gefundenen Schätze auch wirklich Reichtum ein. So zum Beispiel der Fund in einem alten amerikanischen Haus im Staat Ohio. Als ein Klempner sich um die Badezimmerwand kümmern wollte, kam ihm ein Schatz in Wert von 150.000 Dollar entgegen: Alte Banknoten aus der Zeit der Depression, die noch heute ihren Wert hatten. Während man eigentlich glücklich über so einen Fund sein sollte, wurde er kurz darauf der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Da man sich mit dem Eigentümer des Hauses nicht darauf einigen konnte, wie der Schatz geteilt werden sollte, landete die Sache vor Gericht. Das führte dazu, dass nicht nur der Wert aufgeteilt wurde, sondern auch die Erben des einstiegen Besitzers des Hauses ebenso ihren Anteil bekamen wie der Staat. So endete das Unternehmen des Klempners mit ein paar tausend Dollar – und einem schlechten Ruf aufgrund der Streitigkeiten.

Der Aluminium-Cent

Die US-Münzschmieden haben in der Mitte der 80er Jahre darüber nachgedacht, die eigentlichen Metalle für ihre Münzen gegen Aluminium abzulösen. Gründe waren gestiegene Rohstoffkosten bei der Verarbeitung von Zinn, Kupfer und Nickel. Einige Proben wurden in den offiziellen Hallen der Münzschmieden erstellt, entsprechende Pläne dann am Ende aber doch verworfen. Unter Münzsammlern sind eben diese Fundstücke besonders beliebt, handelt es sich doch um Münzen, die in dieser Form nie wieder in den Verkehr kommen.

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Als ein Mann in Amerika in der Lunchbox seines Vaters – einem ehemaligen Mitarbeiter der Münzbetriebe – ein solches Muster fand, war die Aufregung groß. Die Münze wurde in ihrem Wert auf Summen zwischen 250.000 und 2 Millionen Dollar geschätzt. Leider brachte das Fundstück aber auch diesen Finder am Ende nicht den gewünschten Reichtum ein: Die US-Münzanstalt forderte das Stück zurück und erhielt es schließlich nach einer langen Folge von Rechtstreitigkeiten.

Die seltene Unterwasser-Uhr

Jaeger-LeCoultre gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten und begehrtesten Herstellern von Uhren auf der gesamten Welt. Und ähnlich wie bei den Münzen und bei den Comics gibt es auch bei den Uhren-Enthusiasten einen großen Markt für Sammler und Anleger. Gerade von dieser Marke gibt es einige Modelle, die seit vielen Jahren nicht mehr hergestellt werden und besonders selten sind. So kam es, dass ein Uhrenfreund in einem kleinen Second-Hand-Store in Arizona auf eine Uhr stieß, die für eben diese Sammler wertvoll sein könnte. Mit einem Preisschild von 5,99 Dollar ausgestattet nahm er die Uhr mit – obwohl er eigentlich auf der Suche nach einer gebrauchten Tasche für das Golfen war.

Zuhause wurde dann schnell klar, dass es sich bei der Uhr in der Tat um ein besonders seltenes Modell handelte. Die Unterwasser-Uhr von Jaeger-LeCoultre war in einem Retro-Design hergestellt worden und hatte einen hohen Wert für Sammler auf dem Markt. So kam es, dass die Uhr am Ende für 40.000 Dollar erneut den Besitzer wechselte. Damit war ein weiteres Beispiel dafür geschaffen, wieso so viele Menschen in Stores dieser Art und auf Dachböden auf der Suche nach Fundstücken sind.

Die 34 Kilo schwere Perle

Riesenperlen sind auf der Insel Palawan, die zu den Philippinen gehören, keine Seltenheit. Mit einem starken Selbstbewusstsein verweist man darauf, dass alle gelisteten Riesenperlen der Welt in irgendeiner Form aus diesen Gewässern stammen. Was ein Fischer da 10 Jahre unter seinem Bett gelagert hatte und nur für einen Umzug an die zuständigen Behörden übergab, dürfte aber selbst hier für Überraschungen gesorgt haben. Als ein Fischer mit seinem Anker am Meer hängen blieb, sammelte er die Perle ein, die sogar dafür sorgte, dass sein Boot behindert wurde. Danach kam sie unter sein Bett und wurde als Glücksbringer genutzt.

Zehn Jahre später übergab er das Stück seiner Tante, hatte es nach einem Umzug doch keinen Platz mehr. Diese staunte nicht schlecht, war es doch immer eine Perle mit über 34 Kilo an Gewicht. Nach Schätzungen dürfte das gute Stück damit mehr als 100 Millionen Dollar wert sein. Wie es mit dem Verkauf aussieht und was der Fischer davon bekommt, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht überliefert.

Der Schatz der Wikinger

Mit der Hilfe eines Metalldetektors fand ein gewiefter Schotte in seiner Nachbarschaft nicht nur einen kleinen Schatz, wie er erst dachte. Der Fund, der aus 100 Stücken besteht, die von Goldarmbändern bis zu Waffen reichen, stellte sich als der größte gefundene Schatz der Wikinger im Vereinigten Königreich heraus. Nachdem die Stücke analysiert worden sind, erhielt der Finder eine Prämie von über 2 Millionen Euro – und den Dank der Archäologen, dass er diesen Schatz sofort gemeldet hatte.

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Letzte Aktualisierung am 16.12.2018
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