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Zebra reiten – Warum reiten Menschen nicht auf Zebras?

Warum reiten Menschen nicht auf Zebras?

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Quelle: Shutterstock

Betrachtet man das Zebra, ist man versucht, ein gestreiftes Pferd vor sich zu sehen. Zebras sind allerdings mit einer maximalen Größe von 150 cm und einem maximalen Gewicht von 400 kg deutlich zarter gebaut als die gezähmten Pferde, auf denen der Mensch reitet. Dennoch gleichen die Zebras den Reitpferden doch erstaunlich in ihrem Äußeren. Auch sind Fress- und Trinkverhalten sehr ähnlich und beide Vertreter der Pferdeartigen sind Herdentiere. Sie leben also in der Natur in Gruppen und haben einen starken Anführer.

Warum also hat der Mensch das Zebra nicht auch gezähmt? Dies hat mit dem Pferd doch auch funktioniert.

Die Antwort auf diese Frage ist ein bisschen komplizierter, als dass man sie nur mit dem aggressiveren Gemüt der Zebras erklären könnte. Es gibt hierzu sogar mehrere Theorien. Wenn man die Gründe, aus denen Zebras den Menschen meiden verstehen will, ist es sinnvoll, sich die Evolutionsgeschichte von Zebra und Pferd einmal anzusehen. Die evolutionäre Linie von Zebras und Pferden reicht ungefähr 55 Millionen Jahre zurück. Dies bedeutet, dass der gemeinsame Vorfahre der beiden vor dieser Zeit lebte.

Die Entwicklungslinien trennten sich dann voneinander in verschiedene Linien der Wildpferde auf.
Während sich die heute domestizierten Reitpferde aus den Wildpferden, die dann in den asiatischen Steppenlandschaften lebten, entwickelten und dort auch auf den Menschen trafen, entwickelte sich das Zebra aus der anderen evolutionären Linie, aus welche übrigens auch der Esel hervorgegangen ist. So gesehen sind der Esel und das Zebra sogar näher miteinander verwandt als das Pferd mit dem Zebra. Dass der Esel sich auch nicht übermäßig für verschiedene Arten des Kunstreitens begeistern lässt, ist bekannt.

Zudem konnte sich das Pferd in einer Gegend entwickeln, in der es kaum Fressfeinde zu fürchten hatte. Das einzige Lebewesen, das wirklich Jagd auf es machte, war der Mensch, der auch erst vor wenigen Zehntausend Jahren dort auftauchte.
Er fing das Wildpferd ein und brachte es anfangs mit Gewalt dazu, zu gehorchen. Das Pferd ließ sich fangen, weil sein Fluchtinstinkt nicht so ausgeprägt war wie der Fluchtinstinkt eines Tieres, das ständig vor Räubern auf der Hut sein muss.

Das Zebra hingegen, das nur in Afrika lebt, hat mehr Feinde als nur den Menschen zu fürchten. Sein Fluchtinstinkt ist stärker ausgebildet und so rennt ein Zebra auch bei sich nahenden Menschen schneller davon. Dennoch wurden Zebras natürlich auch für ihr Fleisch gejagt, was das Misstrauen dem Menschen gegenüber genetisch festgeschrieben haben dürfte.

Während ein Pferd also sehr wohl einen Menschen als Herdenanführer akzeptieren kann und sich so zähmen lässt, sind Zebras als die Wildpferde, die sie sind, immer misstrauisch und aggressiv dem Menschen gegenüber geblieben.
Bis heute sind Zebras sehr viel scheuer als andere Wildpferde und es ist nicht abzusehen, ob sie sich an einen Menschen gewöhnen. An das Reiten von Zebras ist deshalb vorerst nicht zu denken.

In ganz wenigen Fällen hat es aber tatsächlich geklappt, ein Zebra zu zähmen. Aber aus diesen kleinen Erfolgen wurde nie etwas Dauerhaftes.

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